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Pirnaer Straßennetz wird unter die Lupe genommen

Pirnaer Straßennetz wird unter die Lupe genommen

Sollen künftig noch Fahrzeuge über den Marktplatz in Pirna rollen? Wo werden die Mitarbeiter und Besucher des künftigen Finanzamtes an der Volkshauskreuzung parken? Verschärft sich der Stau in dem Bereich, wenn die rund 400 Beamten morgens anreisen und nach Feierabend nach Hause fahren? Diese und andere verkehrspolitische Fragen möchte die SPD/Grüne-Fraktion gern geklärt wissen.

Pirna. Von Silvio Kuhnert

Deshalb stellte sie den Antrag, einen gesamtstädtischen Verkehrsentwicklungsplan zu erarbeiten. "Die letzte gesamtstädtische Betrachtung zur Entwicklung des Verkehrs liegt 20 Jahre zurück. Seitdem haben sich viele Rahmenbedingungen verändert", begründet Fraktionschef Ralf Wätzig das Ansinnen.

Der Vorschlag von Sozis und Grünen deckt sich mit Plänen der Verwaltung. Wie Stadtsprecher Thomas Gockel informiert, stammt der jetzige Verkehrsentwicklungsplan aus dem Jahr 1992. Die später eingemeindeten Stadtteile wie beispielsweise Birkwitz-Pratzschwitz sind in Bezug auf Auto,-Rad-, Fußgänger- oder Busverkehr darin nicht erfasst. In den Jahren 2001/02 gab es zwar eine Überarbeitung. Diese galt aber nur für die Innenstadt. Bereits vor zwei Jahren strebte die Verwaltung eine Fortschreibung des Verkehrsplans an. Weil aber das Geld fehlte, wurde das Projekt verschoben. Nun gibt es einen neuen Anlauf. "Im Doppelhaushalt sind für 2013 und 2012 jeweils 25 000 Euro dafür eingeplant", so Gockel.

Mit einem Verkehrsentwicklungsplan stellt eine Kommune die politischen Weichen, wie die Mobilität im Stadtgebiet gestaltet wird. Betrachtet wird, wie der Verkehr zu Fuß, per Rad, mit Bus oder Auto in die Stadt hinein- und herausfließt und die Verkehrsströme sich im Stadtgebiet bewegen. Anhand des Plans fallen Entscheidungen, was Hauptdurchfahrtswege, wo Straßenzüge ausgebaut werden müssen.

Wätzig pocht auf eine breite Beteiligung. Bevor externe Verkehrsplaner mit der Erarbeitung beauftragt werden, wünscht er sich die Einberufung eines Gremiums mit Vertretern aus Politik, Verwaltung und Verkehrsexperten. Dieser Arbeitskreis soll neben der konkreten Aufgabenstellung auch die Beteiligung der Bürger klären.

Bevor der Straßenverkehr genauer unter die Lupe genommen wird, muss der Stadtrat über den SPD/Grünen-Antrag entscheiden. Dies soll im Dezember erfolgen. Gibt er grünes Licht, stehen voraussichtlich Ende 2014 Pirnas verkehrspolitische Ziele für die kommenden Jahre fest.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.10.2012

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