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Pirnaer Schloss-Kreisel ist fertig

Pirnaer Schloss-Kreisel ist fertig

Mit der Fertigstellung des Schlosskreisels hat Pirna eine Straßenbaustelle weniger. Gestern wurde der Kreisverkehr auf dem Sonnenstein offiziell frei gegeben.

Pirna.

Von Silvio Kuhnert

Damit können Gäste des Landratsamtes besser von der Bundesstraße in den Schlosshof und vom Verwaltungssitz auf die Hauptverkehrsader der Sächsischen Schweiz fahren. Weniger Stau hat der Kreisel nicht zur Folge. "Nur der Bau der Südumfahrung kann zur Entlastung der Innenstadt vom Durchgangsverkehr beitragen", betonte Pirnas Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke (parteilos) . Mit Landrat Michael Geisler und dem Bau-Beigeordneten Heiko Weigel (beide CDU) war sich Hanke allerdings einig, dass der Kreisverkehr die Staugefahr auf der B 172 nicht verschärft.

Zu einem Verkehrskollaps wäre es in der oberen Kurve der Serpentinen gekommen, wenn der Schlosskreisel nicht gebaut worden wäre, ist sich der Kreischef sicher. Denn mit einer Ampel hätte die Zu- und Abfahrt zum Schlosshof und zum Schlosspark geregelt werden müssen. Die katastrophalen Folgen spürten alle, die mit dem Auto unterwegs waren, als dort Ende Oktober eine Baustellenampel stand: Der Straßenverkehr war lahm gelegt. Das Nervenkostüm der Autofahrer wurde arg strapaziert.

Der Chef des Bauamts im Landkreis blickte dennoch zufrieden auf das "ungewöhnliche Vorhaben", wie Weigel es nannte, zurück. Ungewöhnlich sei es zum einen aufgrund der relativ schnellen Realisierung. "Zwischen Planung und Fertigstellung liegen nur zweieinhalb Jahre", so Weigel. Die konkrete Bauzeit erstreckte sich von Mai bis Ende Oktober dieses Jahres. Dass alles doch relativ schnell über die Bühne ging, lag daran, dass der Kreis bauen durfte. Denn "der Landkreis ist nur für den Unterhalt, nicht aber für den Bau zuständig", klärte Weigel auf. Für den Straßenbau auf den Fernstraßen ist im Normalfall der Bund verantwortlich, der diese Aufgabe den einzelnen Bundesländern überträgt. Weil den Kreisel in Pirna allerdings nicht der Freistaat baute, sondern diese Arbeit dem Landkreis anvertraute, stellte Weigel nicht ohne Stolz fest: "Der Landkreis kann auch Bundesstraße."

Neben dem Kreisel führt stadtauswärts ein sogenannter Bypass am Kreisel vorbei. Die Fahrspur kann jeder Autofahrer nehmen, der in Richtung Königstein unterwegs und nicht in das Landratsamt möchte. Wer jedoch auf der Bundesstraße stadteinwärts unterwegs ist oder zum Schloss muss, fährt durch den Kreisverkehr. Die Mitte des Kreisels krönt ein Ravelin (Wallschild) als Andeutung auf die einstigen Festungsmauern des Schlosses. Außerdem wurde ein königlich-sächsischer Meilenstein restauriert, der die Anlage in östlicher Richtung schmückt. Das Bauvorhaben kostete insgesamt rund 1,35 Millionen Euro. Der Bund übernahm zirka 1,22 Millionen, die Stadt Pirna rund 130 000 Euro.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.11.2012

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