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Pirnaer Pyramide ist wieder ganz - Reparierter Holzschmied dreht wieder seine Runde

Pirnaer Pyramide ist wieder ganz - Reparierter Holzschmied dreht wieder seine Runde

Gute Nachricht zu Heiligabend in Pirna: Die von Vandalen wenige Tage vorm Fest geschändete erzgebirgische Großpyramide in der Innenstadt hat ihre Figuren wieder.

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Pünktlich zum Heiligabend hat Tischlermeister Tim Lochner den ramponierten hölzernen Schmied von der Pirnaer Pyramide wieder repariert.

Quelle: Daniel Förster

Beide zerstörten Figuren sind wieder ganz. "Eigentlich habe ich seit dem Wochenende Urlaub", sagte Tischlermeister Tim Lochner. Doch als bei ihm das Telefon klingelte, "war ich sofort zur Stelle", so der Jessener.

Lochner nahm den zerstörten Schmied an seinem arbeitsfreien Tag in seine Werkstatt und montierte die abgeschlagenen Teile wieder dran. Mit einem Spezialleim "heilte" er die Wunden des 30 Kilo schweren Holzmannes. So bekam dieser wieder seinen Kopf auf die Schultern und seinen Oberarm zurück. Die Füße des Holzschmiedes waren von der Bodenplatte getrennt. Mit stärkeren Schrauben sorgte Lochner wieder für einen festen Stand. Ebenso erhielt der Schmied sein Hufeisen zurück, das er beschlägt und das eigentlich als Glücksbringer gilt.

Das Glück war dem Schmied in der Nacht zum vergangenen Sonnabend nicht hold gewesen. Aus einer siebenköpfigen Gruppe Erwachsener waren mindestens zwei Männer auf die Pyramide geklettert und hatten sie beschädigt. Die mutmaßlichen Randalierer waren zwischen 29 und 45 Jahre alt und kamen aus dem Dresdner Umland. Sie streiten die Tat zwar ab, die sie im angetrunkenen Zustand verübt hatten. Allerdings konnten die Ermittler auf der Pyramide Fußspuren sichern, die zum Schuhwerk der Randalierer passen. Laut Polizei waren die Männer nicht so stark angetrunken, dass sie nicht gewusst hätten, was sie anrichteten. Gegen sie wird wegen Sachbeschädigung ermittelt. Die Beamten suchen weitere Zeugen. Hinweise werden unter der Rufnummer 0351/4 83 22 33 entgegengenommen.

Nicht nur der Schmied hatte unter dem Angriff der Rowdys gelitten, sondern auch die Figur von Theophilus Jacobäer, der Retter Pirnas vor den brandschatzenden Schweden während des Dreißigjährigen Krieges. Tischlermeister Lochner gab der Figur wieder den Fürbittbrief in die Hand. Konditormeister Tino Schreiber richtete die Leuchten, die die Vandalen bei ihrer "Klettertour" verbogen hatten und montierte die Holzverblendung an der dreistöckigen, sechseinhalb Meter hohen Pirnaer Weihnachtspyramide. Der Sachschaden beträgt rund 1500 Euro.

"Ich wünschte mir von meinen Mitbürgern mehr Achtung vor geschaffenen Werten. Sie scheint offenbar verloren gegangen zu sein", meinte der Bäckermeister von der gleichnamigen Konditorei. Er baut jedes Jahr mit seinen Mitstreitern von BID-Initiative Breite Straße den weihnachtlichen Hingucker auf dem Dohnaischen Platz auf. Den hatten etliche Geschäftsleute im Jahr 2009 für 15 000 Euro mit viel Eigeninitiative organisiert und mit Hilfe von wenigen Sponsoren finanziert.

Die Pyramide mit ihren 14 bis zu 1,20 Meter hohen handgearbeiteten Großfiguren aus Fichte wurde bereits zum dritten Mal Opfer von Randalierern. Als sie erstmals 2009 auf dem Brunnen aufgebaut wurde, schlugen zwei Mädchen und drei Männer im Alkoholrausch der Bäckermeisterfigur den Kopf ab. 2013 war Theophilus Jacobäer von Unbekannten offenbar festgehalten worden und dadurch von der Pyramide gefallen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.12.2014

Daniel Förster und Silvio Kuhne

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