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Pirnaer DDR-Kiosk wandert endgültig ins Museum

Pirnaer DDR-Kiosk wandert endgültig ins Museum

Ein DDR-Relikt aus Pirnas Altstadt ging auf Reisen. Kurz nach 9 Uhr stand gestern der Kiosk vom Dohnaischen Platz auf einem Transporter und fuhr in Richtung DDR-Museum in der Südvorstadt.

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Bis Ende August diente der DDR-Kiosk am Dohnaischen Platz noch als Imbissbude.

Pirna. Pirna. Ein DDR-Relikt aus Pirnas Altstadt ging auf Reisen. Kurz nach 9 Uhr stand gestern der Kiosk vom Dohnaischen Platz auf einem Transporter und fuhr in Richtung DDR-Museum in der Südvorstadt. Von der Bockwurstbude zeugt am Eingangsbereich zur Fußgängerzone nur noch ein Betonfundament mit getrocknetem Schlamm, der von der Flut 2002 stammt und sich unter der Alu-Hütte gesammelt hatte.

Bauunternehmer Ralf Böhmer erlebte eine Premiere. "Es ist der erste Kiosk, den ich mit einem Fahrzeug wegbringe", sagte der Chef von Lohmen Bau, "und wie man sieht, es funktioniert." Mitarbeiter seiner Firma bauten die Glasscheiben aus, schraubten das Dach ab und hievten das Stahlkorsett mit Aluverkleidung im Ganzen mit einem Kran auf den Transporter. "Ich wollte gern ein Stück Pirnaer Zeitgeschichte bewahren", berichtete Böhmer. Als er hörte, dass der einstige Zeitungsstand für die Neugestaltung des Eingangstors zur Fußgängerzone weichen sollte, rief er im DDR-Museum an. Mit Museumschef Conny Kaden war er sich schnell einig, dass der DDR-Kiosk dort eine neue Heimat bekommt. Nun wird der Verkaufsstand, an dem es in den vergangenen 15 Jahren Bockwurst gab, erst einmal gründlich gereinigt, repariert und dann mit Zeitungen und Magazinen der DDR geschmückt.

Mit neugierigen Blicken verfolgten Bernd Lichtenberger, Horst Füssel und Hans Maroth die Umsetzung. Die drei betagten Herren hatten ab 1972 den Typ K600 beim VEB Innenausbau in Eilenburg gebaut. An rund 250 Orten waren ihre Stände zu finden. Heute ist der Pirnaer Kiosk einer der letzten seiner Art.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.09.2012

S.K.

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