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Pirnaer Chemiewerk-Zerstörung: Spezialisten sollen Explosionsursache ergründen

Pirnaer Chemiewerk-Zerstörung: Spezialisten sollen Explosionsursache ergründen

Spezialisten sollen bei der Aufklärung der Ursache für die Explosion in der Chemiefabrik mit einem Toten und vier Schwerverletzten im Pirnaer Ortsteil Neundorf helfen.

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In den Fässern lagern Chemikalien für die Produktion im Werk mitten in Neundorf.

Quelle: Daniel Förster

"Die Schäden vor Ort sind so stark, dass wir keine Rückschlüsse auf die Ursache ziehen können", sagte gestern ein Polizeisprecher. Die Ermittler haben deshalb nun ein Gutachten in Auftrag gegeben. Bis ein Ergebnis vorliege, können noch mehrere Wochen vergehen, informierte die Polizei.

Derweil fragen sich viele in dem rund 300 Einwohner zählenden Ortsteil, ob sie auf einem Pulverfass sitzen. Die Chemiefabrik mitten im Dorf wird seit Jahren mit Skepsis betrachtet. Das Misstrauen wurde mit der Explosion am späten Montagnachmittag, in dessen Folge 133 Anwohner im Umfeld der Fabrik evakuiert wurden, gestärkt. Zumal im alten Neundorfer Steinbruch, nur durch einen Berg von der Hauptstraße im Gottleubatal getrennt, Chemikalien lagern, die alle extrem gefährliche Ausgangsstoffe für die Produktion der Chemiefabrik sein sollen. Die Neundorfer fragen sich, warum Bedenken, die sie bei jeder Betriebserweiterung vorgebracht haben, nicht ernst genommen wurden.

Wie die Stadtverwaltung gestern mitteilte, wolle OB Klaus-Peter Hanke (parteilos) mit der Unternehmensführung über die weitere Zukunft verhandeln. Im März dieses Jahres wurde durch die Stadt eine Erweiterung der Produktionsanlage abgelehnt. Das Werk sollte sich wegen der Nähe zu Wohngebieten nur in vom Ortskern entlegeneren Gebieten erweitern dürfen. "Nun gilt es, die Untersuchungen der Experten abzuwarten. Wir dürfen jetzt aber auch nicht in blinden Aktionismus verfallen. Bei den 120 Angestellten geht es schließlich auch um Arbeitsplatzsicherung und die Frage nach der wirtschaftlichen Existenz jedes Einzelnen", betonte OB Hanke.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.12.2014

DNN

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