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Pirnaer Autorin Anne Krahl präsentiert ihren ersten Krimi

Pirnaer Autorin Anne Krahl präsentiert ihren ersten Krimi

Anne Krahl: Auf die Idee hat mich ein ehemaliger Mitschüler gebracht. Ich hatte gerade mein erstes Buch veröffentlicht, da meinte er bei einem Klassentreffen: schreib doch einmal einen richtigen Krimi.

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Mit "Modus Operandi" präsentiert die Pirnaer Uhrmacherin Anne Krahl ihren ersten Krimi. Es soll nicht der einzige Fall von Kommissar Felix Findeisen bleiben.

Quelle: Daniel Förster

Frage: Frau Krahl, Sie haben Ihren ersten Krimi geschrieben, wie ist die Idee dazu entstanden?

Diese Anregung ist irgendwie hängen geblieben. Als ich mein zweites Buch abgeschlossen hatte, war die Zeit für eine Kriminalgeschichte gekommen.

Woher bekamen Sie die Anregung für den Fall?

Mein Krimi sollte auf einem authentischen Fall basieren. Die Geschichte dazu lieferte mir ein echter Kriminalist, der heute im Ruhestand ist. Von ihm habe ich nicht nur viele Informationen über den Mordfall erhalten, sondern er gab mir zahlreiche Fachliteratur zum Lesen. Der Kontakt ist allerdings eingeschlafen, dennoch hatte ich Blut geleckt und suchte nach einem neuen Beamten, der mir half, Hintergrundwissen über die Polizeiarbeit zu erlangen. Von einem Mitarbeiter des Pirnaer Reviers bekam ich neue Unterstützung, der mir erneut einen großen Stapel an Fach- und Lehrbüchern zum Studieren gab. Die Recherche und Erschließung der für mich doch sehr unbekannten und neuen Welt nahm mehr Zeit in Anspruch, als das eigentliche Schreiben des Kriminalromans.

Was ist der Reiz an dieser intensiven Recherche - der Versuch, sich in den Mörder hinein zu versetzen oder das kriminalistische Handwerkszeug zu erlernen?

Sehr viel kriminelle Energie steckt weder im Otto Normalverbraucher noch in mir. Deshalb ist es die größte Herausforderung, sich in den Mörder hinein zu versetzen, was auch sehr viel Phantasie bedarf, um dies glaubwürdig zu vermitteln. Aber die Beschäftigung mit diesem mir völlig fremden Milieu hat auch Grenzen. Es bestand das Angebot, mich mit Straffälligen, auch Mördern, zu unterhalten. So weit wollte ich aber nicht gehen. Auch auf die Beobachtung einer Leichensektion habe ich verzichtet. Da war ein Filmmitschnitt völlig ausreichend. Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob - wie im Fernsehen - nur Filmblut läuft oder ein echter Leichnam unter dem Seziermesser liegt. Die Atmosphäre sowie die Gerüche verkraften selbst gestandene Männer nur schwer.

Ihr Kriminalroman beruht auf einem wahren Fall. Können Sie die Geschichte kurz schildern?

Eine junge Frau wird tot aufgefunden. Zwei Spaziergänger entdecken ihre nackte Leiche im Wald. Die Tote war sehr beliebt. Niemand kann sich vorstellen, dass die Frau jemals Feinde hatte. Wer konnte da ein Motiv haben, sie zu ermorden? Zumal in dem kleinen und beschaulichen sächsischen Ort dergleichen bislang noch nie geschah. Ich wählte einen authentischen Fall, um so nah wie möglich an der Realität zu bleiben. Bei einer reinen Fiktion sah ich die Gefahr der Übertreibung. Das Manuskript gab ich meinem Kriminalisten zum Lesen. Er hatte fachlich nichts zu beanstanden. In Kriminalfilmen werden oft Fachwörter falsch verwendet. Dort geht mitunter der Kommissar in die Gerichtsmedizin, obwohl er in die Rechtsmedizin gehen müsste.

In Ihrem Buch ermittelt Kommissar Felix Findeisen. Gab es für ihn auch ein reales Vorbild?

Nein, überhaupt nicht. Es ist eine erdachte Person. Der Kommissar ist noch recht jung. Er kommt frisch von der Polizeischule und wird von einem älteren Kollegen eingearbeitet, der kurz vor der Pensionierung steht. Da ist ein Generationenkonflikt vorprogrammiert. Der alte Ermittler bringt viel Erfahrung mit, der junge hat viel Fachliteratur gewälzt und möchte mit seinem theoretischen Wissen punkten.

Findeisen löst den Fall mit ungewöhnlichen Methoden. Welche sind dies?

Es sind seine Träume. Findeisen ist tagsüber geistig sehr aktiv, nachts verarbeitet er die gemachten Erfahrungen in sehr intensiven Träumen. Mit deren Hilfe kann er den Fall lösen.

Auf dem Klappentext steht Kommissar Findeisens erster Fall. Ist eine Fortsetzung geplant?

Es soll weitere Fälle geben. Aber nach Plan arbeite ich nicht.

Krimi "Modus Operandi" - 120 Seiten, Verlag Amicus Föritz/Weidhausen Südthüringen, Preis 9,95 Euro

Pirna. Nach dem Roman "Und was gibt's noch?" und der biografischen Erzählung "Glaube an das Leben" über ihre Großmutter hat die Pirnaerin Anne Krahl ein neues Buch geschrieben. In "Modus Operandi" lässt die Uhrmacherin den jungen Kommissar Felix Findeisen auf Verbrecherjagd gehen. Mit welchen ungewöhnlichen Mitteln dieser den Mörder auf die Schliche kommt und welche Herausforderung das Genre Krimi mit sich bringt, berichtet Anne Krahl im DNN-Interview.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.11.2012

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