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Pirna zeigt Flagge gegen Gewalt an Frauen

Pirna zeigt Flagge gegen Gewalt an Frauen

Die Gewalt gegen Frauen nimmt in den heimischen vier Wänden zu. 2011 gab es im Gebiet der Polizeidirektion Oberes Elbtal-Osterzgebirge 168 Fälle häuslicher Gewalt.

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OB Klaus-Peter Hanke und Pirnas Gleichstellungsbeauftragte Sandra Wels hissten die offizielle Fahne "Nein zu Gewalt" von Terres de Femmes auf dem Marktplatz.

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna. Dies war ein Anstieg um 23 Prozent im Vergleich zu 2010. In diesem Jahr werde es eine ähnliche Steigerung geben, prognostiziert Annett Kobisch. Die Leiterin der Beratungs- und Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt muss es wissen. In Radebeul und Pirna befinden sich die Beratungsräume, wo Frauen Hilfe aufsuchen, die Opfer physischer, sexueller und psychischer Gewalt sind. "Wir suchen die Frauen auch auf oder treffen uns an einem vereinbarten Ort", berichtet Kobisch. Von Gewalt in Ehe oder Partnerschaft sind überwiegend aber nicht nur Frauen betroffen. Unter den 168 Fällen des vergangenen Jahres waren auch sechs Männer.

Gestern stand Kobisch vor dem Pirnaer Rathaus. Gemeinsam mit OB Klaus-Peter Hanke (parteilos) hisste sie die offizielle Fahne "Nein zu Gewalt" von Terres de Femmes. Anlass ist der "Internationale Tag gegen Gewalt" am 25. November. "Eine Woche lang wird sie weit sichtbar wehen", sagt Sandra Wels, Gleichstellungsbeauftragte. Mit der Fahne macht die Stadt auf ein schwieriges Thema aufmerksam.

OB Hanke erinnerte an die Entstehung des Aktionstages: "Im Jahr 1960 wurden in der Dominikanischen Republik drei Frauen durch Soldaten des ehemaligen Diktators Trujillo verschleppt, vergewaltigt und ermordet." Rund 20 Jahre würdigten die Teilnehmerinnen auf einem Treffen lateinamerikanischer und karibischer Feministinnen diese Frauen und riefen den Tag ihrer Ermordung zum Gedenktag für die Opfer von Gewalt an Frauen und Mädchen aus.

Neben der Flagge in Pirna macht auch der Landkreis auf das Thema aufmerksam. So werde eine Broschüre "Nein gegen häusliche Gewalt" verteilt und sogenannte "Notfallkarten" an Arztpraxen im Landkreis übergeben", informierte das Landratsamt. Neben der Hilfe durch die Beratungs- und Interventionsstelle können sich Betroffene an die Polizei oder das Frauenhaus in Pirna wenden.

Einrichtungen und Ansprechpartner:

Polizeirevier Pirna unter Rufnummer: 03501/519224

ASB Frauen- und Kinderschutzhaus Pirna unter Tel. 03501/49180 oder über Rettungsleistelle unter 03501/547160

Beratungs- und Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt, Radebeul: Rufnummer 0351/ 79552205

Weißer Ring - bundesweites Opfertelefon: 116 006

Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Pirna unter Tel. 03501/556 387

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.11.2012

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