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Pirna wird wieder zu einer großen Galerie

„Tag der Kunst“ Pirna wird wieder zu einer großen Galerie

Am kommenden Wochenende steht Pirna wieder ganz im Zeichen der Kunst. Die Altstadt verwandelt sich am Sonnabend und Sonntag in eine große Galerie. „Es gibt mehr Ausstellungen als im Vorjahr“, berichtet Brigitta M. Arnold, Vorsitzende des Kunstvereins Sächsische Schweiz, der auch in diesem Jahr den „Tag der Kunst“ auf die Beine gestellt hat.

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Herrenaussatter Leander Köllner zeigt Arbeiten von Peter Iwanow.

Quelle: S. Kuhnert

Pirna. Am kommenden Wochenende steht Pirna wieder ganz im Zeichen der Kunst. Die Altstadt verwandelt sich am Sonnabend und Sonntag in eine große Galerie. „Es gibt mehr Ausstellungen als im Vorjahr“, berichtet Brigitta M. Arnold, Vorsitzende des Kunstvereins Sächsische Schweiz, der auch in diesem Jahr den „Tag der Kunst“ auf die Beine gestellt hat. An 28 verschiedenen Orten stellen über 100 Künstler in Einzel- und Gruppenausstellungen ihre Arbeiten aus. Laienkünstlern bis gestandene Meister wie Hernando Leon sind mit Werken vertreten.

Die beiden Kunsttage stehen unter der Überschrift „simultan“. „Wir haben Maler ermutigt, Lesungen zu veranstalten, und nicht malende Schreiber sind hinzugekommen wie beispielsweise Thomas Rosenlöcher“, erläutert Arnold das Motto. Denn alles läuft simultan, gleichzeitig, ab. Neben Ausstellungen gibt es Literatur, Musik und Performances. Auch die Straßengalerie auf der Schmiedestraße darf als fester Bestandteil nicht fehlen. Dieses Mal beteiligen sich 24 Künstler. Ihre Bilder können über den „Tag der Kunst“ hinaus bewundert werde. Sie bleiben bis in den Herbst hinein hängen.

Auch die Schaufenster von rund 50 Geschäften in der Innenstadt verwandeln sich zu Ausstellungsorten. Aber nicht nur dort spielt Malerei und Grafik eine Rolle. Im Geschäft Männersache(n) von Leander Köllner an der Dohnaischen Straße beispielsweise gibt es nicht nur Männermode von Marken wie BOSS, Bugatti, Olymp, Jockey oder Benvenuto zu kaufen, sondern auch Tuschezeichnungen von Peter Iwanow zu sehen. Der 1948 in Wittenberge geborene und heute in Heidenau lebende Künstler stellt dort bis Oktober unter dem Titel „Schwarz auf Weiß“ elf Arbeiten aus. Zu den Motiven zählen die dem Verfall preisgegebene Lochmühle in Mühlsdorf, eine verrostete Anschlagtafel in Dresden oder Bauernhäuser in Sürßen. „Mit den beiden farbigen Tuschezeichnungen „Nautiluspokal“ und „Trinkgefäße“ möchte ich persönlich auf das zehnjährige Geschäftsjubiläum anstoßen“, schreibt der Künstler.

Mit 24 Jahren hat Köllner im Frühjahr 2006 die Räume der ehemaligen Firma Wunderlich-Mode übernommen und den Herrenausstatter zu einem etablierten Unternehmen in der Pirnaer Innenstadt entwickelt. „Persönliche Beratung, Service, wie eine eigene Schneiderei für Änderungen, Kundentermine auch außerhalb der Öffnungszeiten sind von Anfang an fester Bestandteil unserer Arbeit“, nennt Köllner, der drei Mitarbeiter hat, als Erfolgsrezepte. Seit vier Jahren stellen immer wieder Künstler ihre Werke in seinem Geschäft aus.

Von Silvio Kuhnert

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