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Pirna will mehr Bauland schaffen

Pirna will mehr Bauland schaffen

Auf 40 000 soll die Einwohnerzahl der Stadt Pirna wieder wachsen. Diese Zielmarke steckte OB Klaus-Peter Hanke (parteilos) in seiner Neujahrsrede für die kommenden Jahre.

Vor allem junge Familien will die Stadtverwaltung durch attraktives Bauland anlocken. Dafür sollen in den nächsten fünf Jahren knapp 450 Bauplätze für Eigenheime und Zweifamilienhäuser sowie 23 Standorte für Mehrfamilienhäuser im Stadtgebiet entstehen.

Die Zahl der Einwohner wächst wieder leicht. "Seit 2011 ist die Zahl der Zuzüge nach Pirna deutlich höher als die Zahl der Wegzüge. 2013 war ein Wanderungsgewinn von 350 Personen zu beobachten", berichten Ingrid Schubert und Norbert Kaiser vom Fachdienst Stadtplanung und Grünflächen im Pirnaer Rathaus in einer Informationsvorlage für den Stadtrat. Mit dieser Entwicklung geht ein stetiger Anstieg von Ein- und Zweifamilienhäusern einher. 2007 bezogen Häuslebauer 22 Mal ihre eigenen vier Wände. "In den letzten Jahren belief sich die Zahl der Baufertigstellungen hier auf zirka 25 bis 30 Ein- und Zweifamilienhäuser pro Jahr", heißt es in dem Bericht. Im vergangenen Jahr wurde sogar in 35 Eigenheimen der Einzug gefeiert.

Interessant ist, woher die Häuslebauer stammen. Für die Jahre 2012 bis 2014 hat die Verwaltung einmal die Herkunftsorte analysiert. Das Ergebnis: 43 Prozent stammen aus Dresden (30 Bauplätze, Zuzug von 101 Einwohnern), 32 Prozent aus Pirna selbst (22 Bauplätze, Umzug von 62 Einwohner im Stadtgebiet), 17 Prozent aus dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (zwölf Bauplätze, Zuzug von 34 Einwohner) und acht Prozent aus anderen Ecken Sachsens und Deutschlands (fünf Bauplätze, Zuzug von 15 Einwohnern. "Es wird deutlich, dass insbesondere aus Dresden heraus eine Nachfrage nach Bauplätzen besteht", stellen Schubert und Kaiser fest.

Dafür haben sie auch eine Erklärung: "Ausschlaggebend sind nicht zuletzt die Baulandpreise". Wie eine Recherche der beiden Rathausmitarbeiter ergab, kosten derzeit in Pirna baureife Grundstücke in mittlerer bis guter Wohnlage im Schnitt 73 Euro je Quadratmeter, wobei die Spanne von rund 50 bis etwa 130 Euro pro Quadratmeter reicht. In Dresden dagegen liegt der Quadratmeterpreis im Schnitt bei 211 Euro. In guten Lagen sind sogar über 300 Euro fällig.

Weil die Reserven an Bauland im Pirnaer Stadtgebiet derzeit fast aufgebraucht sind, will die Verwaltung durch eine gezielte Bauleitplanung die Erschließung neuer Flächen nicht nur durch die Stadt selbst, sondern vor allem auch durch private Investoren forcieren. Durch mehrere Bebauungspläne konnten 2014 Bauflächen für drei Mehrfamilienhäuser und 43 Eigenheime zur Verfügung gestellt werden. Von den Eigenheimstandorten waren zum Ende des Jahres bereits 36 verkauft. In 2015 ist mit dem Abschluss der B-Plan-Verfahren "Schlängelbachweg" und "Vogelwiese" mit 78 Eigenheim-Bauplätzen zu rechnen.

Als potenzielles Bauland kommt für das Rathaus in den kommenden Jahren der ehemalige Standort der Sandsteinwerke am Rande der Innenstadt, eine Obstplantage bei Cunnersdorf, Industriebrachen wie das ehemalige Betriebsgelände von Phonomat, der BHG oder der Fleischfabrik sowie Wiesen und Gärten perspektivisch infrage. Rund 80 Eigenheimstandorte sollen bis 2020 allein im Ortsteil Graupa entstehen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.03.2015

Silvio Kuhnert

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