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Pirna will für den Betrieb eines E-Busses Stelle des Stadtteilmanagers opfern

Pirna will für den Betrieb eines E-Busses Stelle des Stadtteilmanagers opfern

März kommenden Jahres könnte der "Stadtstreicher" durch Pirnas Altstadt rollen. Voraussetzung dafür allerdings ist, dass die erhofften Fördermittel für den Stadtbus fließen.

Ab 1. In einer Woche berät der Stadtrat über das Finanzierungsmodell. Es hat einen Haken. Die Stadt muss die Stelle des Stadtteilmanagers in Copitz opfern.

Rund 1700 Fahrgäste nutzten den Citybus in der Adventszeit 2011, als er im Probebetrieb täglich 23 Mal im 30-Minuten-Takt um die Innenstadt kurvte. Für die Stadtverwaltung stand danach fest, einen dauerhaften Betrieb mit einem Elektrobus einzurichten. Offen war bislang, wie die Kosten gestemmt werden können. Eine Möglichkeit biete sich nun über das Förderprogramm "Schaufenster Elektromobilität", informiert Matthias Richter, Fachgruppenleiter Stadtsanierung, Förderung und Vergabe, der für das Stadtbusprojekt zuständig ist.

Durch die Förderung könnte der Bus zwei Jahre lang in der Altstadt rollen. Die Route der Testphase verlief vom Parkhaus "Stadtmitte" an der B 172 in Richtung Gartenstraße, vorbei am Zentralen Busbahnhof (ZOB) und Bahnhof zur Stadtbrücke, von dort aus weiter über den Elbeparkplatz zum Parkhaus am Steinplatz, über den Markt und wieder zur Bundesstraße. An 13 Haltestellen konnten Fahrgäste ein- und aussteigen. Vor allem Autofahrer sollten und sollen animiert werden, ihren fahrbaren Untersatz in einem der Parkhäuser abzustellen und dann weiter mit dem Bus durch die Innenstadt zu fahren. Der Parkschein soll auch künftig als Busticket gelten. Für ein Tagesticket ist derzeit ein Preis von zwei Euro veranschlagt.

Insgesamt kostet ein zweijähriger Betrieb 620000 Euro. Die TU Dresden ist bereit, sich mit 200000 Euro zu beteiligen. "Sie würde das Projekt wissenschaftlich begleiten", berichtet Richter. Untersucht werden soll unter anderem, ob und wie die Erweiterung des E-Bus-Einsatzes auf Copitz und den Sonnenstein funktionieren könnte und ob der E-Bus als Verbindung von ZOB und der Haltestellen Robert-Koch-Straße und Breite Straße infrage kommt, um die Bahnhofstraße vom Busverkehr zu entlasten. Das Leasen des Elektrobusses und die Personalkosten verschlingen rund 525000 Euro. Hier hofft die Stadtverwaltung auf einen Zuschuss von 420000 Euro aus dem Fördertopf für Elektromobilität, so dass sie "nur" 105000 Euro aus dem Stadtsäckel beisteuern müsste.

Im Haushalt sind allerdings keine Mittel frei. "Für die Finanzierung müssen wir auf die Stelle des Stadtteilmanagements zurückgreifen", sagt Richter. Das betrifft die Stelle in Copitz. Seit der Posten vakant ist, übernimmt die Stadtteilmanagerin vom Sonnenstein die Aufgaben. Aus dem Provisorium soll nun eine Dauerlösung werden. "Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht", versichert Richter. Das letzte Wort hat am kommenden Dienstag um 18 Uhr der Stadtrat.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.05.2013

Silvio Kuhnert

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