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Pirna will Elternbeiträge in Kitas verteuern

Pirna will Elternbeiträge in Kitas verteuern

Die Pirnaer Eltern sollen sich nach dem Willen der Stadtverwaltung künftig zu einem festen Prozentsatz an den Kita-Betriebskosten beteiligen. In einer Woche entscheidet der Stadtrat, ob er das neue Gebührenmodell einführt und welchen Kita-Beitrag die Eltern künftig zahlen müssen.

Pirna. Wir stellen den Verwaltungsvorschlag vor.

Von Silvio Kuhnert

m Wieviel müssen Eltern ab kommendem Jahr für einen Kita-Platz zahlen?

Stimmt der Stadtrat den Plänen der Verwaltung zu, steigen die Elternbeiträge am 1. Januar in den Krippen um 11,50 Euro pro Monat für die Neun-Stunden-Betreuung. Im Kindergarten sind für den Standard-Betreuungsplatz monatlich neun Euro mehr fällig. Die Sechs-Stunden-Betreuung im Hort verteuert sich um fünf Euro. Bislang zahlen Eltern für eine neunstündige Betreuung ihres Kindes in der Krippe oder bei Tageseltern 156 Euro, ab kommendem Jahr 167,50 Euro im Monat. Im Kindergarten beträgt der Elternbeitrag derzeit noch monatlich 94, künftig 103 Euro. Für einen Hortplatz sind noch 55, nach dem Jahreswechsel 60 Euro pro Monat aufzubringen.

m Wie setzen sich die Kita-Gebühren zusammen?

Für jeden Betreuungsplatz werden jährlich die Betriebskosten ermittelt. Diese Kosten müssen durch die Stadt, den Landeszuschuss und den Elternbeitrag abgedeckt werden. Alleinerziehende und Eltern, die mehrere Kinder in eine Kita schicken, erhalten vom Landkreis einen Zuschuss zum Kita-Platz.

m Warum müssen Eltern künftig mehr zahlen?

Die Stadtverwaltung möchte den Elternanteil an den Betriebskosten ab dem 1. Januar 2013 auf einen festen Prozentsatz festlegen. Laut sächsischem Kita-Gesetz soll der Anteil bei einem Krippenplatz bei mindestens 20, aber nicht mehr als 23 Prozent liegen. Für die Betreuung im Kindergarten oder Hort kann eine Kommune bis zu 30 Prozent der Betriebskosten verlangen. Der Vorschlag der Verwaltung: In Pirna soll der Elternanteil an Personal- und Sachkosten in der Krippe 21 Prozent, im Kindergarten und Hort jeweils 28 Prozent betragen.

m Was bedeutet dies für die kommenden Jahre?

Wenn der Verwaltungsvorschlag eine Mehrheit findet, werden die Eltern künftig an den Ist-Kosten beteiligt. Der Beitragssatz richtet sich künftig prozentual nach den ermittelten Betriebskosten. Je nachdem, wie die Betriebskostenabrechnung für das Vorjahr ausfällt, kann der Elternbeitrag für die kommenden zwölf Monate steigen oder fallen. Ein separater Stadtratsbeschluss ist darum dann nicht mehr notwendig.

m Warum möchte die Stadt das Gebührenmodell überhaupt ändern?

Die Stadt Pirna muss sparen. In der Vergangenheit hat der Stadtrat die Kita-Beiträge festgelegt, zuletzt im April 2010. Davor blieben sie rund zehn Jahre konstant. Schwankungen bei den Betriebskosten wurden aus dem Stadtsäckel beglichen. Nach der Abrechnung für 2011 stellte die Verwaltung fest, dass die Eltern von Krippenkindern nach dem jetzigen Beitragssatz 19,5 Prozent der Betriebskosten tragen. Der Elternanteil liegt damit unter dem vom Gesetzgeber geforderten Limit. Mit der Einführung der prozentualen Beteiligung möchte die Stadt im kommenden Jahr 210 000 Euro sparen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.09.2012

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