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Pirna verzichtet auf Festlegung eines Fördergebietes

Pirna verzichtet auf Festlegung eines Fördergebietes

Unter dem Motto „Neundorf soll schöner werden“ hat die Stadt Pirna in den vergangenen sechs Monaten den Ortsteil untersuchen lassen. Ziel der Studie über den Zustand der Bausubstanz war, ob der stark ländlich geprägte Stadtteil im Gottleubatal als ein Sanierungsgebiet in Frage kommt.

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Pirna. Unter dem Motto „Neundorf soll schöner werden“ hat die Stadt Pirna in den vergangenen sechs Monaten den Ortsteil untersuchen lassen. Ziel der Studie über den Zustand der Bausubstanz war, ob der stark ländlich geprägte Stadtteil im Gottleubatal als ein Sanierungsgebiet in Frage kommt. Das Ergebnis liegt nun vor. Die Stadtverwaltung empfiehlt dem Stadtrat, auf die Festlegung eines förmlich festgesetzten Sanierungsgebietes zu verzichten.

Nach der Altstadtsanierung möchte die Stadt sich mehr um die Randgebiete kümmern. Neundorf rückte nicht zuletzt wegen der Explosion im Chemiewerk vor rund einem reichlichen Jahr in den Fokus. Doch wie die Untersuchung durch die Kommunalentwicklung Mitteldeutschland GmbH (KEM) ergab, ist es um den Ortsteil gar nicht so schlecht bestellt. „Die im Verfahren üblichen zu ermittelnden Indikatoren, wie beispielsweise Altersstruktur und Demografie, Zu- und Wegzüge, Arbeitslosigkeit und soziale Benachteiligung stellen sich gegenüber dem gesamten Stadtgebiet eher positiv dar“, fast die Verwaltung die Erkenntnisse der Studie zusammen.

Mit seiner Bausubstanz muss sich der Ortsteil auch nicht verstecken. Seit der Wende haben die Neundorfer bereits viel Geld und Kraft in die Instandsetzung ihrer Häuser gesteckt. Laut der KEM-Studie sind zirka zwei Drittel der 130 Hauptgebäude in einem sehr guten (19 Gebäude) bis guten Bauzustand (67 Gebäude). Etwas weniger als ein Viertel der Gebäude befinden sich in einem mittleren Bauzustand (31 Gebäude). Als schlecht beziehungsweise sehr schlecht wurde der Zustand gerade einmal von zehn Prozent der Häuser bewertet.

Die in Neundorf ermittelten Missstände und Mängel befinden sich zu 90 Prozent an der kommunalen Infrastruktur. In der Kritik stehen vor allem die Kreuzung im Dorfzentrum, fehlende Geh- und Radwege, die schlechte Internetanbindung sowie die fehlende Turnhalle für den Schul- und Freizeitsport. Nicht zuletzt, weil sich die städtebaulichen Missstände auf die in den vergangenen Jahren stiefmütterlich behandelte kommunale Infrastruktur konzentriert, äußerten die Neundorfer Vorbehalte und Bedenken gegenüber der Festlegung eines Sanierungsgebiets. Über Ausgleichsbeträge wären sie am Ende der Sanierungsmaßnahmen durch die Steigerung der Bodenwerte ihrer Grundstücke zur Kasse gebeten worden.

Der Verzicht auf ein Sanierungsgebiet soll aber nicht bedeuten, dass in Neundorf nichts passiert. Die Stadt sieht bezüglich der desolaten kommunalen Infrastruktur dringenden Handlungsbedarf und möchte dafür nun andere Förderprogramme nutzen. Über den Fördertopf für den Straßenbau will sich die Verwaltung beispielsweise um Zuschüsse für den Dorfplatz und die angrenzenden Straßen bemühen. Als einziger großer privater Missstand gilt das Agrotex-Gelände. Mit den Eigentümern finden Gespräche statt, heißt es von Seiten der Pirnaer Stadtverwaltung.

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