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Pirna und Heidenau investieren in neue Kitas

Pirna und Heidenau investieren in neue Kitas

Die Finanzierung des Neubaus der Kita "Spieloase" in Pirna scheint gesichert zu sein. Vom Freistaat gibt es nun doch Signale, den Bau eines neuen Gebäudes für die von der Juni-Flut im vergangenen Jahr erneut stark betroffenen Kindertagesstätte zu unterstützen.

"Die Sächsische Aufbaubank (SAB) hat sich zu diesem Thema in einer Beratung eindeutig positioniert, den Ersatzneubau bis zur Höhe der angemeldeten Schadenssumme von 1,03 Millionen Euro zu fördern", informierte OB Klaus-Peter Hanke (parteilos).

Im März berichtete die Stadt noch, dass das Land Sachsen einen Rückzieher machen wolle. Der im Wiederaufbauprogramm bestätigte Kita-Neubau würde keine Mittel aus dem Fluthilfetopf bekommen, weil die Kindertagesstätte in ihrem vom Hochwasser zerstörten Domizil am Hauptplatz nur eingemietet war. Der Stadtrat signalisierte daraufhin die Bereitschaft, notfalls eine Finanzierung über das Stadtsäckel auf die Beine stellen zu wollen.

Während die Stadt Pirna nun den eigenen Haushalt schonen kann, muss die Nachbarstadt Heidenau für eine neue Krippe auf ihre Geldreserve zurückgreifen. Der Stadtrat beschloss am Donnerstagabend, 900000 Euro aus der Rücklage zu nehmen, um neben der Kita "Wurzelzwerge" ein Haus in Modulbauweise, umgangssprachlich Container genannt, mit 24 Krippenplätzen zu errichten. Grund: in Heidenau gibt es immer mehr Kinder.

In der Stadt wird viel gebaut. Die neuen oder sanierten Wohnungen locken junge Familien an. "2013 gab es 60 Zuzüge von Kindern im Alter bis sechs Jahren", sagte Sylvia Röder, Leiterin des Amts für Schule und Familie. Über die Plattform "Little Bird", mit dem in der Elbestadt Kitaplätze online vergeben werden, kann die Stadtverwaltung bereits jetzt absehen, dass im August 2015 insgesamt 33 Krippenplätze fehlen. 13 Kinder können bei einer Tagesmutter unterkommen, für 20 Knirpse gibt es derzeit keinen Betreuungsplatz. "Es ist Eile geboten", betonte Röder.

Über die Tagespflege konnte die Stadt bislang den Krippenplatzbedarf abdecken. "Das funktioniert nun nicht mehr", berichtete Röder. Im Stadtgebiet arbeiten bereits 19 Tagesmütter. Weitere fünf bis acht wären notwendig. Sie zu finden, wird schwer, und Tagespflege ist nicht die von jeder Familie gewünschte Betreuungsform. Deshalb soll nun ein Fertigteilhaus auf dem Grundstück der Kita an der Fritz-Walter-Straße entstehen. Das Areal bietet ausreichend Platz, das Gebäude jederzeit zu erweitern. Wenn die Krippe bis Ende dieses Jahres steht, kann die Stadt auf einen Zuschuss vom Landkreis in Höhe einer Viertelmillion Euro hoffen.

"Mehr Kinder bedeuten mehr Leben in der Stadt. Das ist eine Entwicklung, die wir alle wollen", sagte FDP-Stadtrat Wolfgang Seltmann, der nach über zwei Jahrzehnten aktiver Kommunalpolitik aus dem Stadtparlament ausscheidet. Er kandidiert nicht mehr zur Stadtratswahl.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.05.2014

Silvio Kuhnert

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