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Pirna speckt Marktsanierung ab

Pirna speckt Marktsanierung ab

Bei der Sanierung des Pirnaer Marktplatzes verzichtet die Stadt auf den großen Wurf. Sie verfolgt derzeit nur noch Pläne für eine abgespeckte Variante.

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Die Südseite des Pirnaer Marktplatzes bleibt bei der Hochwassersanierung unberührt.

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna. So soll das Pflaster des im Juni 2013 überfluteten Bereichs nur noch partiell ausgebessert werden. Die Gehwege werden nur rund um das Rathaus saniert. Darüber informierte jüngst Kerstin Westermann, Leiterin des Tiefbauamtes, den Bauausschuss.

"Nach Rückgang des Hochwassers wurden erhebliche Schäden am Oberbau der überfluteten Fahrbahnen und Gehwege sichtbar, die eine verkehrssichere und langfristige Nutzung ausschließen. An den Pflaster- und Plattenflächen wurden Ausspülungen des Fugenmaterials und dadurch Störungen des Verbundes sowie oberflächliche Verwerfungen, hervorgerufen durch Ausspülungen der Bettungsschicht, festgestellt", schilderte sie noch einmal das Schadensbild. Kurzum: War der Markt schon vorher wegen der vielen Pflastersteine eine Stolperfalle, so musste man nach der Juni-Flut noch mehr darauf achten, wo man hintritt, um nicht über einen gehobenen oder abgesenkten Stein zu stürzen.

Ursprünglich war nach dem Hochwasser eine komplette Marktsanierung vorgesehen. Dazu tagte in der ersten Hälfte dieses Jahres eine Arbeitsgruppe, um Gestaltungsideen zu sammeln. Das Gremium, bestehend aus Vertretern des Stadtrates, der Verwaltung, des Citymanagements, der Gastronomie, des Handels sowie berufener Bürger, einigte sich darauf, das Aussehen des Marktes weitgehend so zu belassen. Auf das Pflanzen mehrerer großer Bäume wird verzichtet. Die Hochwassersanierung sollte in gebundener Bauweise erfolgen. Das heißt, die Fugen zwischen den Pflastersteinen werden mit Mörtel verfüllt. Damit wird gegenüber dem jetzigen Bestand eine glattere Oberfläche erzielt. Zudem sollen die Bordsteinkanten zu allen Gehwegen hin barrierefrei gestaltet werden.

Von einer kompletten Sanierung hat die Stadtverwaltung Abstand genommen. Die Arbeiten sollen sich nur noch auf die West- und Nordseite sowie auf dem das Rathaus umlaufenden Gehweg und der angrenzenden Platzfläche konzentrieren. "Die vorhandenen Platten- und Pflastermaterialien werden nach Ausbau wieder verwendet. Neumaterial ist nur in geringem Umfang notwendig", teilte Westermann mit. Der Gehweg am Rathaus wird behindertengerecht mit einem niedrigen Bord versehen. Die Fugen zwischen den Pflastersteinen werden nicht mehr mit Mörtel verfüllt. "Eine Hochwasserinstandsetzung in gebundener Bauweise erfolgt nicht", so Westermann. Denn irgendwann müssen die Versorgungsleitungen wie Trink- und Abwasser erneuert werden. Ein Termin dafür steht noch nicht fest. Um nicht in fünf oder zehn Jahren alles wieder aufreißen zu müssen, werden die Fugen so wie bisher mit Splitt verfüllt.

In der aktuellen Kostenprognose geht die Stadtverwaltung nur noch von knapp 122 000 Euro aus. Für die gesamte Sanierung wurde im Frühjahr noch mit Ausgaben von 348 000 Euro gerechnet. Im Wiederaufbauplan wurde vom Freistaat auf dem Marktplatz ein Hochwasserschaden von knapp 698 000 Euro anerkannt. Die Sanierung soll voraussichtlich im kommenden Jahr erfolgen.

silvio kuhnert

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