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Pirna prüft Alternativen zum Radwegekonzept

Pirna prüft Alternativen zum Radwegekonzept

Wie fahrradfreundlich ist ihre Heimatstadt? Diese Frage stellt derzeit der "Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club" (ADFC) bei einer Internet-Umfrage.

Pirna. Von Silvio Kuhnert

Unabhängig von deren Ergebnis steht für den Pirnaer SPD-Stadtrat Ralf Wätzig eines fest: "Pirna hat in Sachen Fahrradfreundlichkeit einen enormen Nachholebedarf." Im Jahr 2008 verabschiedete das Stadtparlament ein Radwegekonzept. "Wir haben es, aber setzen es nicht um", prangert Wätzig an.

Rund 73 Kilometer ist das Radwegenetz in Pirna lang. Davon sind aber nur 35 Kilometer entweder reine Radwege oder eine Kombination mit einem Gehweg. Die restlichen 38 Kilometer fallen unter die Kategorie "Tempo-30-Zone". Hier teilen sich Zweiräder mit Vierrädern die Fahrbahn. Mit der Radwegekonzeption hatte die Stadt einen Plan für ein lückenloses Netz erarbeiten lassen, das städtische Radwege und touristische Radrouten verknüpfen und einen nahtlosen Übergang zu den Nachbargemeinden ermöglichen sollte.

Die Konzeption verstaube nicht in einer Schublade im Rathaus, meint die Stadtverwaltung. Stadtsprecherin Jekaterina Nikitin erinnert beispielhaft an den Radweg, der Mitte 2011 an der Struppener Straße zwischen dem Kreisverkehr und dem Ortsausgang gebaut wurde. Mit der derzeitigen Sanierung der Hauptstraße bekommen Radler auch auf der Copitzer Hauptverkehrsader einen eigenen Streifen in Richtung Lohmen. Zwar sind "im Haushalt 2013/14 keine gesonderten Mittel für separate Radwege im Stadtgebiet eingestellt worden", räumt die Rathaus-Sprecherin ein. Dennoch werde mit dem Bau des Kreisels Einstein-/Zehistaer Straße beispielsweise eine deutliche Verbesserung der Radwegeführung erfolgen.

Die Umsetzung des Radwegekonzeptes koppelt die Verwaltung ans Schwarzdeckenprogramm. "Die prioritär zu realisierenden Radwege verlaufen entlang von Straßen. Diesbezügliche Maßnahmen sind daher sinnvollerweise im Zusammenhang mit Straßenausbau- oder Sanierungsmaßnahmen zu erfolgen", teilt Nikitin weiter mit.

Stadtrat Wätzig macht sich keine Illusionen, dass es noch lange dauert, bis Radler ungehindert von Autos oder Fußgängern durch Pirna rollen können. Rund 2,4 Millionen Euro kostet es, die Lücken an den akuten Brennpunkten im Netz zu schließen. "Eine auch nur ansatzweise Umsetzung der Radwegekonzeption scheint mittel- bis langfristig unrealistisch", meint Wäzig mit Blick auf die Kassenlage. Er hat aber einen alternativen Vorschlag. "In manchen Städten sieht man sie: gestrichelte Linien als Schutzräume für Radfahrer", meint Wätzig und fragt, auf welchen Straßen derartige Markierungen möglich und sinnvoll sind.

Eine Antwort möchte die Verwaltung im Dezember liefern. Sie prüfe derzeit die Anlage von Angebotsstreifen, wie die Radwegmarkierungen am Rand einer Fahrbahn im Verwaltungsjargon heißen. "Die Ergebnisse der Prüfung werden bei der nächsten Stadtratssitzung bekannt gegeben", so Nikitin.

Bis 30. November ist eine Teilnahme an der ADFC-Umfrage unter www.fahrradklima-test.de möglich.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.11.2012

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