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Pirna malt Radwege auf mehrere Straßen

Pirna malt Radwege auf mehrere Straßen

Pirna möchte das Radwegenetz in der Stadt verbessern. Der Stadtrat verabschiedete auf seiner jüngsten Sitzung ein Investitionspaket in den Ausbau von Routen extra für Radler ab kommenden Jahr. Knapp 411.000 Euro möchte die Stadt dafür ausgeben.

Auf der Agenda stehen im kommenden Jahr zum einen Markierungen von separaten Schutzstreifen für Pedalritter, wie er beispielsweise bereits auf der Einsteinstraße besteht, auf der Clara-Zetkin-Straße, Dippoldiswalder Straße, Lohmener Straße, Pratzschwitzer Straße, Radeberger Straße sowie Graupaer Straße. Der bereits markierte Radstreifen auf der Rudolf-Renner-Straße soll künftig nicht mehr vor der Einmündung zur Pillnitzer Straße enden, die Stadt lässt ihn bis zur Kreuzung Wesenitztalschänke verlängern.

Anderseits sind außer den Markierungen auch Bauvorhaben geplant. Wie Stadtsprecher Thomas Gockel mitteilte, zählen zu den größeren Investitionen der Ausbau des Radweges an der Rottwerndorfer Straße im Bereich der Siedlung Südvorstadt, die Schließung der Rad- und Fußweglücke zwischen der Siedlung Südvorstadt und der Ortslage Rottwerndorf und der Ausbau des Fuß- und Radweges an der Äußeren Pillnitzer Straße. Allein diese drei Projekte verschlingen 380 000 Euro. "Für genannte Maßnahmen ist die Akquise von Fördermitteln vorgesehen", informiert Gockel. Sprich die Vorhaben werden nur in Angriff genommen, wenn es der Verwaltung gelingt, zur Finanzierung Fördertöpfe anzuzapfen. Die Stadt hofft auf einen Zuschuss von 285 000 Euro.

Auch wenn die Zustimmung zu den Plänen im Stadtparlament groß war, gab es auch kritische Töne. Stadtrat Peter Tränkner (Pirnaer Bürgerinitiativen) erinnerte an das 2008 verabschiedete Radwegekonzept, dessen Umsetzung er seit Jahren anmahnt. "Der Maßnahmeplan ist nicht befriedigend. Er ist fast ausschließlich auf Markierungsarbeiten begrenzt", monierte er. Auf seinem Antrag hin wurde die Maxim-Gorki-Straße aus dem Investitionspaket herausgenommen und wird im Bauausschuss noch einmal gesondert behandelt. Die Stadt plant, in Richtung Feldschlößchenkreuzung auf dem Asphalt einen separaten Radstreifen zu markieren. Das gefällt Tränkner nicht. Seit Jahren setzt er sich für eine Sanierung des maroden Gehweges und den Ausbau zu einem Rad- und Fußweg ein. "Ich fordere, dass die Maxim-Gorki-Straße in Ordnung gebracht wird", so Tränkner.

Ein kleines Lob gab es dagegen von SPD-Stadtrat Ralf Wätzig. "Ich freue mich, dass wir ein Stück weiter kommen", sagte der Sozialdemokrat. Für ihn stellen die Schutzstreifen einen ersten Schritt dar, um Radfahren in Pirna sicherer zu machen. "Die Markierungen sind eine Verbesserung. Unabhängig davon müssen wir am Radwegebau dranbleiben", mahnte auch Wätzig an, die Umsetzung des Radwegekonzeptes nicht aus dem Blick zu verlieren.

Beim jüngsten Fahrradklimatest des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) hatten sich die Noten in Sachen Fahrradfreundlichkeit für Pirna weiter verschlechtert. Bei der Online-Bewertung Ende vergangenen Jahres kam die Kommune nur noch auf die Gesamtnote 4,2.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 25.09.2015

Silvio Kuhnert

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