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Pirna hat einen neuen Kulturchef: Christian Schmidt-Doll im Interview

Pirna hat einen neuen Kulturchef: Christian Schmidt-Doll im Interview

Christian Schmidt-Doll wird neuer Geschäftsführer der Kultur- und Tourismusgesellschaft Pirna (KTP). Am 1. September tritt er die Nachfolge von René Schmidt an, der Anfang dieses Jahres nach nur rund zwölfmonatiger Amtszeit seine Rückkehr an das Goethe-Theater Bad Lauchstädt verkündet hatte.

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Freut sich auf seinen neuen Arbeitsplatz im Canalettohaus am Pirnaer Marktplatz: Christian Schmidt-Doll.

Quelle: Silvio Kuhnert

Insgesamt 77 Bewerbungen gingen bei der Stadt ein. Schmidt-Doll konnte sich im Auswahlverfahren durchsetzen. Im DNN-Interview stellt er sich vor.

Frage: Herr Schmidt-Doll, Sie sind 1964 im Erzgebirge geboren, mit Ihrer Familie leben Sie in Mecklenburg-Vorpommern. Welche Verbindung haben Sie zu Pirna?

Christian Schmidt-Doll: Mit Pirna verbindet mich meine Kindheit und Jugendzeit. Ich bin hier aufgewachsen. In Lohmen steht mein Elternhaus und in Pirna habe ich mein Abitur gemacht. Die Region kenne ich also von meinen Kindesbeinen an. Pirna an sich ist eine sehr attraktive Stadt - eine wahre Perle, die sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten noch mehr herausgeputzt hat. Sie liegt in einer wunderschönen Landschaft. Pirna ist reich an Kultur und Architektur.

Als KTP-Geschäftsführer liegt das kulturelle Angebot der Stadt mit in Ihrer Verantwortung. Wie ist Pirna aufgestellt?

Die Kultur in Pirna zeichnet sich durch ihre Vielfältigkeit und Vielschichtigkeit aus sowie ihrer Mischung aus öffentlichen und privaten Angeboten und Initiativen. Sie verfügt über ein großes Potenzial etwa mit Graupa.

Welches Potenzial steckt in Graupa?

Graupa ist einer der besonderen Orte, wo Richard Wagner persönlich präsent war. Die Einwohner können darauf mit Fug und Recht stolz sein. Mit den Richard-Wagner-Stätten ist es der Ort, über den Pirna die stärkste überregionale und internationale Aufmerksamkeit erfahren kann. Das ist eine große Herausforderung.

Als Chef der KTP lenken Sie die Geschicke der Kultureinrichtungen der Stadt. Welche Erfahrungen bringen Sie mit?

Ich bin studierter Musiker und Kulturmanager. Während meines bisherigen Berufslebens habe ich sehr viel Erfahrungen im kulturellen Bereich sowie an der Schnittstelle Kultur und Tourismus sammeln können. Zu meinen beruflichen Stationen zählen u. a. das Management des Dresdner Kammerchors, der Ludwigsluster Schloss Konzerte und des Landesjugendorchester Mecklenburg-Vorpommern. Zuletzt war ich als Geschäftsführer der Gottfried-Silbermann-Gesellschaft in Freiberg tätig.

Was hat Sie zurück nach Pirna geführt?

Zum einen ist es die Attraktivität meiner neuen beruflichen Aufgabe. Es macht mich schon ein wenig stolz, dass man mich aus so einem starken Bewerberfeld ausgewählt hat und dass ich derjenige bin, dem das Vertrauen für die Leitung der städtischen Kultureinrichtungen geschenkt wurde. Andererseits ist meine Rückkehr auch familiär bedingt. In Lohmen steht mein Elternhaus. Der Vater wird nicht jünger, woraus eine Verantwortung für mich und meine Familie wächst.

Welche Ideen möchten Sie in Pirna gern umsetzen?

Das Gebot der Stunde ist erst einmal anzukommen. Die KTP befindet sich in einem Veränderungsprozess. Daher ist es erst einmal wichtig, die Resultate dieser Veränderungen wirken zu lassen. Mit der Eröffnung der Richard-Wagner-Stätten im Jagdschloss Graupa kamen beispielsweise Anfang vergangenen Jahres neue Aufgaben hinzu. Es gab personelle Wechsel. Deshalb ist es wichtig, wieder ruhiges und stabiles Fahrwasser zu schaffen und Beständigkeit zu entwickeln, damit die KTP ihre volle Kraft entfalten kann.

Sie sind der fünfte Geschäftsführer seit der Gründung der KTP im Jahr 2005. Haben Sie vor länger zu bleiben?

Ja! Wer in meine Biografie schaut, sieht, dass ich meine Aufgaben immer sehr lange begleitet habe. Nur die Geschäftsführung der Silbermann-Gesellschaft bildet mit dreieinhalb Jahren eine Ausnahme. Das hängt aber damit zusammen, dass ich in Pirna mit der Leitung der KTP eine sehr attraktive Stelle annehmen kann. Mit meiner Familie möchte ich in meine Heimat zurückkehren.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.07.2014

Silvio Kuhnert

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