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Pirna feiert Vielfalt: Juliane Staretzek von Aktion Zivilcourage über den Markt der Kulturen

Pirna feiert Vielfalt: Juliane Staretzek von Aktion Zivilcourage über den Markt der Kulturen

Zum zwölften Mal verwandelt sich am Sonnabend Pirnas Marktplatz in einen "Markt der Kulturen". Der Verein Aktion Zivilcourage und die Stadt veranstalten erneut ein Fest für Vielfalt und Demokratie.

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Letzte Vorbereitungen: Juliane Staretzek stellt Anstecker für den Markt her, die am Sonnabend verteilt werden.

Quelle: Silvio Kuhnert

Für Juliane Staretzek ist es eine Premiere. Die 19-Jährige absolviert ein Freiwilliges Soziales Jahr bei der Aktion Zivilcourage und hat den "Markt der Kulturen" mit vorbereitet. Sie berichtet DNN-Mitarbeiter Silvio Kuhnert, was die Besucher erwartet.

Frau Staretzek, für Sie ist es der erste Markt der Kulturen. Sind Sie bereits gespannt, was am Sonnabend so alles passiert?

Ich freue mich total auf den Tag. Auf mich warten viele Aufgaben. Morgens werde ich die Betreiber der Stände mit in Empfang nehmen. Tagsüber bin ich bei der Bühnenbetreuung sowie der Betreuung des Organisationsstandes mit von der Partie. Es wird sehr anstrengend aber auch sehr schön.

Auf welche Höhepunkte können sich die Besucher in diesem Jahr freuen?

Ein Highlight ist das Abendprogramm. Mehrere Bands werden den Marktplatz rocken. In diesem Jahr ist es der Aktion Zivilcourage wieder gelungen, bekannte Bands zu einem kostenlosen Open-Air-Festival nach Pirna zu holen. Dem Publikum wird eine bunte Mischung von Alternative-Rock über Roots-Rock und Punk'n'Roll bis hin zu Reggae und Jazz-Pop geboten. Unter anderem spielen "Mateo", früher unter dem Namen "Café Jazz" bekannt, oder "[pi!]" aus Dresden. Darüber hinaus stehen die Bands "Bethel", "Queens of Everything" und "Ansa" auf der Bühne.

Das Festival ist der krönende Abschluss. Was ist ab 10 Uhr auf dem Pirnaer Marktplatz zu erleben?

Tagsüber kann man sich an zahlreichen Ständen über politische und soziale Projekte, über andere Länder und Kulturen informieren. Auf zwei Bühnen werden Musik, Gesang, Tanz und Theateraufführungen geboten. Auch für die Unterhaltung von Kindern haben wir gesorgt. So macht ein Clown allerlei Späße, es gibt Puppentheater und im Gegensatz zu den vergangenen Jahren dieses Mal kein Karussell, sondern eine Hüpfburg. Der Markt der Kulturen ist ein Fest für die ganze Familie. Während sich die Erwachsenen beispielsweise über Menschenrechte und das Thema Asyl informieren, warten auf Kinder zahlreiche Abwechslungen. An den Ständen werden vielfältige Mitmachaktionen für Groß und Klein angeboten.

Rund 80 Stände, das sind so viele wie noch nie. Nimmt die Resonanz und die Bereitschaft, am Markt der Kulturen teilzunehmen, zu?

Auf jeden Fall. Es gibt zahlreiche Teilnehmer, die regelmäßig dabei sind. Sie rufen mitunter Monate vorher bei uns an, um den genauen Termin für den nächsten Markt der Kulturen zu erfahren, weil sie sich den Tag in ihrem Kalender freihalten wollen. Es kommen aber immer wieder neue Stände hinzu. Ganz toll ist, dass sich von Jahr zu Jahr mehr Menschen, die in Pirna und der Region schon lange leben, trauen mitzuwirken. Sie wollen auf dem Markt Präsenz zeigen und auf sich und ihre Kultur und Traditionen aufmerksam machen. Dies kann man beispielsweise beim Bühnenprogramm sehen. Erstmalig wirken Pirnaer Bürger mit, die ursprünglich aus Vietnam stammen. Sie werden einen traditionellen Tanz zeigen.

Welche Mitmachaktionen werden an den Ständen geboten?

Neu dabei ist zum Beispiel das Projekt "Integrative Jugendarbeit auf dem Weg zur Inklusion". Um einen Eindruck zu bekommen, wie es ist, mit einer Behinderung das Leben zu meistern, wird Marktbesuchern die Möglichkeit geboten, sich in einen Rollstuhl zu setzen und einen Parcours mit diversen Hindernissen zu absolvieren. An einem anderen Stand berichtet eine Teilnehmerin eines freiwilligen Dienstes in Israel von ihren Erfahrungen und stellt das Land vor. Ein Peruaner kommt mit seiner gesamten Familie und berichtet von seinem Heimatland. Zum ersten Mal nimmt die kurdische Gemeinschaft teil. Sie bietet kurdische Küche an. Aus Berlin reist das Hilfsprojekt "Verliebt in Joti" an. Sie unterstützen eine Organisation in Indien und handeln mit Fairtrade-Produkten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.05.2014

Kuhnert, Silvio

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