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Pirna beseitigt Flutschäden auf Straßen und Gassen

Pirna beseitigt Flutschäden auf Straßen und Gassen

Vor einem Jahr kam die Flut. Am 4. Juni stand Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mittags noch auf der Dohnaischen Straße; am Nachmittag hätte sie nasse Füße bekommen, denn die Elbe strömte in die Fußgängerzone sowie die Innenstadt.

Den Höchststand erreichte das Hochwasser am 6. Juni mit 10,65 Meter am Pegel Schöna. Das entsprach laut OB Klaus-Peter Hanke (parteilos) einer Höhe zwischen 9,38 und 9,88 Meter in Pirna. "Die nächsten drei Jahre werden hart", sagte das Stadtoberhaupt gestern bei der Vorstellung des Wiederaufbauplans. Bis 2016 sollen die Hochwasserschäden beseitigt sein.

Wie groß ist der Flutschaden?

Als die Elbe wieder in ihr Flussbett zurückgekehrt war, belief sich die erste Schätzung der Hochwasserschäden auf rund 69 Millionen Euro. Beim Freistaat meldete die Elbestadt 161 Schäden an, von ihnen wurden 126 Wiederaufbauvorhaben mit einem Volumen von 41,34 Millionen Euro anerkannt, für sie gibt es Geld aus dem Fluthilfetopf. Die Vorhaben reichen von einem neuen Gebäude für die Kita "Spieloase" über Instandsetzungen von Straßen bis hin zum Bau einer neuen Brücke über die Gottleubamündung auf dem Elberadweg.

Was ist bereits wieder aufgebaut?

Der Wiederaufbau begann, sobald das erste Mauerwerk wieder trocken war. Insgesamt 17 Vorhaben sind bereits fertiggestellt. Dazu zählen unter anderem das Rathaus, die Stadtbibliothek und die Turnhalle der Goethe-Oberschule. An 18 Objekten wie dem Stadtmuseum und dem Kellergeschoss der Goethe-Schule wird derzeit gebaut. Jedoch liegt "noch ein großes Stück Holz vor uns", meint Bauamtsleiter Uwe Schädlich.

Wie geht es beim Wiederaufbau weiter?

Auf der Agenda stehen allein 52 Instandsetzungsarbeiten auf Straßen, Wegen und Grünflächen. Sie sind hauptsächlich auf die Innenstadt konzentriert. Ende Juni werden die ersten Arbeiten auf Straßenzügen beginnen. Auf dem Plan stehen: Marktgasse, Kirchgasse, Töpfergasse, Nicolaistraße, Robert-Koch-Straße, Fleischergasse, Holdergasse, der erste Abschnitt auf der Dohnaischen Straße von der Bahnunterführung bis zur Kreuzung Lange Straße, Kahrenweg, Neumühlenweg, Stadtbrücke, Amalie-Dietrich-Weg, Erst-Thälmann-Platz sowie Friedenspark und Grünring.

Wo ist mit den größten Verkehrseinschränkungen zu rechnen?

Einer der größten Eingriffe in Pirnas Verkehrsnetz findet auf der Gartenstraße statt. Hier müssen die Stadtwerke Pirna (SWP) die Trink- und Erdgasleitungen erneuern. "Die alten Leitungen wurden durch das Hochwasser stark in Mitleidenschaft gezogen", berichtete SWP-Geschäftsführer Olaf Schwarze. Teilweise ist das Leitungsnetz unter der Geschäftsstraße 100 Jahre alt. Die neuen Leitungen werden in drei Abschnitten verlegt. Anfang Juli starten die Arbeiten im ersten Teilabschnitt von der Grohmann- bis zur Lauterbachstraße. Danach geht es von der Lauterbachstraße bis zur Rosa-Luxemburg-Straße weiter. Zum Schluss ist der Bereich bis zur Bahnhofstraße an der Reihe. In reichlich einem Monat möchten die Stadtwerke jeden Abschnitt schaffen. Während der Bauarbeiten ist der jeweilige Bereich für den Verkehr komplett gesperrt. Die Juni-Flut hat an den Einrichtungen der SWP einen Schaden von rund 6,7 Millionen Euro hinterlassen.

Wo sind Informationen zum Baugeschehen zu finden?

Über Baustellen und Straßensperrungen informieren zum einen die DNN. Zum anderen hat die Stadt unter geoportal.pirna.de in der Rubrik Themen eine Übersicht über die Hochwassersanierung geschaffen. Mit einem Klick auf eine der blauen Markierungen im Stadtplan gibt es Informationen zum Vorhaben und zur geplanten Bauzeit.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.06.2014

Silvio Kuhnert

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