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Pirna: Zebrastreifen, Tempo 30 und Fußgängerinsel stoßen bei Behörden auf Ablehnung

Fußgänger haben das Nachsehen Pirna: Zebrastreifen, Tempo 30 und Fußgängerinsel stoßen bei Behörden auf Ablehnung

Die Schaftreppe in Pirna ist für Fußgänger eine beliebte Verbindung zwischen der Innenstadt und dem Wohngebiet auf dem Sonnenstein. Sie ist zudem eine der ältesten, öffentlichen Wegführungen für Flaneure im Stadtgebiet.

Die Schaftreppe ist ein beliebter Weg von der Altstadt hinauf auf den Sonnenstein. Es gibt aber ein Hindernis - die B172.

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna. Die Schaftreppe in Pirna ist für Fußgänger eine beliebte Verbindung zwischen der Innenstadt und dem Wohngebiet auf dem Sonnenstein. Sie ist zudem eine der ältesten, öffentlichen Wegführungen für Flaneure im Stadtgebiet. Allerdings gibt es auf der Strecke ein Hindernis - die Bundesstraße 172. "Die Überquerung der B172 zur Schaftreppe bereitet Fußgängern immer wieder Probleme", berichtet Linke-Stadtrat Karl-Heinz Hennig. Seine Fraktion unterbreitete nun mehrere Vorschläge, wie der Weg über die stark befahrene Straße sicherer gestaltet werden könnte. Allerdings macht die Stadtverwaltung nach Rücksprache mit den zuständigen Behörden wenig Hoffnung, dass sich die jetzige Situation ändern wird.

Zurzeit weist in beide Fahrtrichtungen nur das Verkehrszeichen "Achtung Fußgänger" die Kraftfahrer darauf hin, dass sie in der Mitte zwischen der Kurve am Hanno und der Kurve beim Schlosskreisel Obacht auf Passanten geben müssen. Der jüngste Vorschlag von Linke-Stadtratsfraktionschef Tilo Kloß lautet, einen Zebrastreifen anzulegen. Diesbezüglich hat Pirnas Verkehrsbehörde mit der Polizeidirektion Dresden und dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr als zuständigem Straßenbaulastträger Rücksprache gehalten. Beide Behörden lehnen einen Fußgängerüberweg an dieser Stelle ab, informiert Tiefbauamtsleiterin Kerstin Westermann. Zu ihrer Abteilung gehört der Fachdienst Verkehrsangelegenheiten der Stadt.

Gegen Zebrastreifen würden mehrere Gründe sprechen. So erfüllt der Bereich an der Schaftreppe nicht die Erfordernisse der Richtlinien für die Anlage und Ausstattung von Fußgängerüberwegen (R-FGÜ 2001). So seien die geforderten Sichtweiten von 100 Metern nicht vorhanden. "Weiterhin problematisch ist die Anordnung des Fußgängerübergangs in einem Straßengefälle, was speziell bei nassen und/oder winterlichen Fahrbahnverhältnissen problematisch erscheint", teilt Westermann mit. Bei glatter Fahrbahn könnten Fahrzeuge bergab ins Rutschen kommen.

Am gravierendsten sei jedoch der Umstand zu bewerten, dass sich auf der Fahrspur in Richtung Innenstadt der Verkehr eh täglich staut. Die stehenden Fahrzeuge würden den Kraftfahrern in Richtung Sonnenstein die Sicht auf die Fußgänger verdecken. Sie wären erst unmittelbar am bzw. schon auf dem Zebrastreifen zu sehen. Außerdem müssten die Autofahrer bergauf mehr Gas geben. Dies stehe "einer schnellen Anhaltebereitschaft, die ein Fußgängerüberweg vom Kraftfahrer fordert, entgegen", so Westermann. Daher werde die gegenwärtige Beschilderung als "angemessene und ausreichende Reaktion auf das Querungsbedürfnis der Fußgänger" bei den örtlichen Gegebenheiten erachtet.

Auch die Vorschläge von Stadtrat Hennig zur Wiedereinführung einer Tempo-30-Zone, wie sie an der Stelle bis Juli 2013 bestand, und dem Bau einer Fußgängerinsel stoßen im Rathaus auf keine große Gegenliebe. "Für unsichere Fußgänger besteht natürlich die Möglichkeit, einen Umweg von zirka 420 Metern über Gehwege und Querungsstellen am Kreisverkehr Krietzschwitzer Straße zu nutzen", empfiehlt man.

Silvio Kuhnert

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