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Pirna, Wehlen und Rathen versinken im Hochwasser der Elbe

Pirna, Wehlen und Rathen versinken im Hochwasser der Elbe

Das Hochwasser der Elbe in Pirna geht langsam zurück. Rund 1900 Häuser stehen in der Pirnaer Altstadt unter Wasser, wie Pressesprecher Thomas Gockel, am Freitag gegenüber DNN-Online sagte.

In Stadt Wehlen ist der Markt samt Kirche sowie der umliegende Straßen schwer getroffen, das Wasser steht teilweise bis zur Oberkante der Erdgeschosse. Im Kurort Rahten ist die Lage ebenfalls dramatisch. Auch hier sinkt der Pegel nur langsam.

„Sukzessive geht das Wasser zurück und einige wenige Anwohner können in ihre Häuser zurück“, berichtet Gockel aus Pirna . Er rät allerdings dringend davon ab, sich in die überfluteten Straßen vorzuwagen. „Dort herrscht teilweise eine extreme Strömung“, schildert er die Gefahr für Bewohner, die gerne ihre Häuser besuchen möchten. Jene, die zurückkehrten, erwartet nicht nur Matsch und Wasser, sondern auch ein Hinweiszettel der Stadtverwaltung. „Darauf erklären wir die Vorgehensweise, wie Wohnungen und Häuser wieder hergerichtet werden sollten und worauf geachtet werden muss.“ Das Abpumpen von Kellern sollte jedoch unbedingt verhindert werden, da ansonsten die Statik der Häuser gefährdet sei.

Weiterhin werden in Pirna Helfer und technisches Material gesucht. „Wir sind über jede helfende Hand dankbar“, so Gockel. Am Markt können sich Bürger melden und Notstromaggregate, Nasssauger und Trockner zur Verfügung stellen. Insgesamt sind in Pirna und den Ortsteilen rund 20.000 Menschen vom [link:700-NR_DNN_63011-1] betroffen. Im Stadthaus 1, Am Markt, Raum 001 hat die Verwaltung eine Anlaufstelle für freiwillige Helfer eingerichtet.

Bürger können sich vor Ort oder telefonisch unter 0160-3631355 oder 0160-5343569 melden. Im Stadtteil Pirna-Copitz wurde eine weitere Helferzentrale in der Pestalozzi-Mittelschule auf der Schulstraße 10 eingerichtet. Telefonisch ist diese erreichbar unter 0173-5777338. Für aktuelle Informationen zur Hochwassersituation in Pirna steht die Feuerwehr unter den Rufnummern (03501) 520047 oder (03501) 520048 zur Verfügung.

Im Kurort Rathen ist die Lage weiter angespannt. Entlang des Wehlener Weges sowie auf dem linkselbischen Elbweg sind die Häuser geflutet. Auch das Hotel Elbiente steht an der Front 2,50 Meter unter Wasser. „Die Bundeswehr ist hier im Einsatz. Es gibt Hilfe von allen Seiten, aber wir müssen uns alle fünf Minuten auf eine neue Situation einstellen, da Rohre platzen, Pumpen ausfallen und Wasser eindringt“, ordnet Michaela Becker, Marketingchefin des Hotels, ein. „Leider gibt es hier auch noch viele andere Anwohner, die noch schlimmer betroffen sind“, betont sie die ernste Lage im gesamten Kurort.

In Wehlen ist das Wasser bis zum Torbogen geklettert. Selbst die Einsatzzentrale musste geräumt und verlegt werden. Das Wasser steht meterhoch auf dem Markplatz, die Kirche ist von den Fluten umschlossen. Voraussichtlich ab Samstag will die Verwaltung mit den Aufräumarbeiten loslegen. Helfer können sich unter (0170) 6682950 melden oder direkt in der Grundschule der Stadt melden. Die Geschäfte im Stadtkern müssen weiter geschlossen bleiben.

Betreten verboten

In den Hochwassergebieten gilt ebenfalls eine Verordnung, die das Betreten der Hochwasserbereichte untersagt. Die Verordnung gilt bis zum Aufheben des Katastrophenalarms für das Gebiet des Oberen Elbtals in den Gemeinden Bad Schandau, Reinhardtsdorf-Schöna, Rathmannsdorf, Königstein, Kurort Rathen, Pirna, Stadt Wehlen, Struppen und Heidenau.

Tourismuszentrale hält Betrieb aufrecht

Auch die Geschäftsstelle des Tourismusverbandes Sächsische Schweiz in Pirna ist vom Hochwasser betroffen. Von einem Interimsbüro im Landratsamt Pirna wird die Tourismushotline aufrecht erhalten, um Stornierungen entgegen zu wirken. Die Tourismus-Hotline ist unter (03501) 470147 oder (03501) 5151105 in der Woche von acht bis 19 Uhr und am Wochenende von zehn bis 18 Uhr zu erreichen. Täglich gingen hunderte Anrufe in der Zentrale ein.

Dominik Brüggemann

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