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Pirna: Spezialist für scharfe Sachen

Pirna: Spezialist für scharfe Sachen

Wer scharfes Werkzeug benötigt, ist bei Maik Zenker in Pirna richtig. Der 46-Jährige betreibt an der Braustraße eine Schleiferei und hat ein Geschäft an der Schuhgasse.

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Maik Zenker hält ein Unikat in der Hand. Mit dem "Pirnaer Stollenmesser" begann seine Manufaktur. Heute entstehen dort auch Küchen- und Wandermesser in Handarbeit.

Quelle: Silvio Kuhnert

Vier Mitarbeiter zählt sein Familienbetrieb heute. "Der Anfang war schwer", sagt der Schneidewerkzeugmechaniker, der als Ein-Mann-Betrieb startete. Nun nennt er auch eine Messermanufaktur sein Eigen, wo er das als Pirnaer Unikat zertifizierte "Pirnaer Stollenmesser" herstellt.

Der Startschuss für sein Unternehmen fiel am 1. Juli 1991. Mit 23 Jahren machte sich Zenker selbstständig und gründete einen Schleiferservice. "Ich bin von Markt zu Markt gezogen", erinnert er sich. Auf den Wochenmärkten in Städten der Region wie Bad Gottleuba und Heidenau brachten Menschen Messer, Scheren und Sägeblätter vorbei. Er nahm sie mit, machte sie wieder scharf und brachte sie eine Woche darauf wieder auf den Marktplatz zu seinen Kunden zurück. Noch im Gründungsjahr übernahm Zenker eine Sägenschleiferei an der Rottwerndorfer Straße in Pirna. Ein Jahr später hatte er seinen Meisterbrief in der Tasche. 1995 verlegte er seinen Firmensitz nach Heidenau. Fünf Jahre später kam er mit der Übernahme der Schleiferei Hentzschel in der Badergasse nach Pirna zurück. 2005 zog seine Schleiferei dann an die Braustraße, dem heutigen Firmensitz.

Dort macht er mit zwei Mitarbeitern alle Klingen wieder scharf und gibt Schneidewerkzeugen den richtigen Schliff. Die Kundenpalette ist breit. "Es kommt der Privatkunde mit seinen Messern und Scheren aus dem Küchenschrank", berichtet Zenker. Baubetriebe bringen Sägeblätter und Fräsen vorbei, Gartenbetriebe ihre Heckenscheren, Fleischereien ihre Aufschnittmesser. "Beim Schleifen von Industriewerkzeug ist die Konkurrenz groß, bei Scheren und Messern nicht", sagt Zenker. Deshalb gehört Präzisionswerkzeug mit zu seinen Spezialitäten. Zum Portfolio zählen spezielle Friseurscheren sowie chirurgische Instrumente wie Amputationsmesser, Gipsscheren und - messer, die nur mit einem handwerklich einwandfreien Schliff gut funktionieren "Das Geschäft läuft gut", sagt er. Im vergangenen Jahr lag der Umsatz bei rund 160 000 Euro. Als er in seinem Handwerk startete, gab es noch drei Schleifereien in Pirna. "Heute bin ich der einzige hier", berichtet Zenker.

Im Jahr 2008 übernahm er das Haushaltswarengeschäft an der Schuhgasse in Pirnas Altstadt, wo seine Tochter und eine weitere Verkäuferin hinter einer historischen Ladentheke stehen. In dem alteingesessenen Geschäft gibt es neben industriell gefertigten auch ganz individuell hergestellte Messer. Mit dem Stollenmesser fing Zenker 2009 an. Für die Herstellung kauft er geschmiedete Klingen. Die Rohware bringt er dann in die richtige Form durch Schleifen und Polieren. Dasselbe trifft auf den Holzgriff zu. Auch er bekommt in Handarbeit die richtige Form. So entstehen im Monat 20 bis 30 Messer. "In der Weihnachtszeit sind es mehr", sagt Zenker. Das Angebot seiner Messermanufaktur hat er erweitert. Heute gehören Küchenmesser und Wandermesser dazu. Zenker hat ein großes Ziel vor Augen, den Ausbau der Manufaktur. Messer für jedermann, der Spaß am Kochen oder Wandern hat, möchte er produzieren. "Aber keine Waffen, reine Gebrauchsmesser!", betont der Schleifermeister.

@www.schleiferei-zenker.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.08.2013

Silvio Kuhnert

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