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Pflegeheim in Coswig wird erweitert: Landkreis investiert 2,4 Millionen Euro

Pflegeheim in Coswig wird erweitert: Landkreis investiert 2,4 Millionen Euro

Das Altenpflegeheim am Hirtenweg in Coswig soll wachsen. Der Landkreis Meißen will in die von seiner Tochter Meisop gGmbh betriebene Einrichtung 2,4 Millionen Euro investieren.

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Das Meisop-Pflegeheim am Hirtenweg in Coswig ist zu klein. Jetzt will der Landkreis 24 neue Plätze bauen.

Quelle: Uwe Hofmann

Dafür sollen 24 neue Heimplätze auf eigenem Grundstück entstehen, das unmittelbar im Zentrum Coswigs gelegen ist. Der Beginn der Arbeiten ist ab dem Jahresende geplant, wie das Landratsamt auf DNN-Anfrage informiert. Bei günstiger Witterung könnte dann Ende 2015 der Erweiterungsbau stehen.

Grund für die Investition ist die starke Nachfrage nach einer Betreuung in den Coswiger Pflegeheimen. Neben der Einrichtung am Hirtenweg betreibt die Meisop an der Friedewaldstraße ein weiteres Heim. Insgesamt verfügt sie in Coswig über 146 vollstationäre Plätze, davon zehn für die Kurzzeitpflege. Diese seien in den letzten zehn Jahren stets voll belegt gewesen. Hinzu kommt, dass allein im Jahr 2013 insgesamt 84 Anfragen um eine Aufnahme nicht nachgekommen werden konnten. Eingedenk der demografischen Entwicklung, derzufolge der Bedarf an Plätzen in der Altenpflege noch steigen wird, werde sich die Erweiterung nach Meinung des Landkreises lohnen.

Zuletzt hatte man im Landratsamt noch diskutiert, ob das mit 110 Plätzen ohnehin größere Heim im Spitzgrund nicht erweitert werden sollte. Dagegen spricht jedoch, dass die dortige bebaubare Fläche im Außenbereich liegt, eine Baugenehmigung also kaum zu bekommen ist. Mit der Erweiterung des Heims am Hirtenweg hofft man dagegen, den bisher mit 36 Plätzen recht kleinen Standort unabhängiger von der Partnereinrichtung an der Friedewaldstraße zu bekommen. Bisher könne das Heim nur wirtschaftlich arbeiten, weil ein enger Verbund zum Altenpflegeheim im Spitzgrund bestehe, heißt es dazu aus dem Landratsamt.

Der Erweiterungsbau soll nach derzeitiger Planung direkt mit dem vor zehn Jahren errichteten Bestandsgebäude verbunden werden. Dabei handelt es sich um einen dreigeschossigen Flachbau. Gestalterisch sollen beide Gebäudeteile als eine Einheit erscheinen, die in der Draufsicht in etwa u-förmig aussehen wird. Am Ende werden in den oberen zwei Geschossen des Erweiterungsbaus je 30 Menschen leben können, im Erdgeschoss sind Funktionsräume vorgesehen, etwa die Umkleiden fürs Personal oder Lagerflächen. Da auf diese Weise ein zusammenhängender Komplex entsteht, werde sich das Heim künftig wirtschaftlich betreiben lassen, heißt es aus dem Landratsamt. Ein Argument, dass die nicht ganz günstige Finanzierung der Erweiterung in einem etwas freundlicherem Licht erscheinen lässt. Von den 2,3 Millionen Euro sollen 1,2 Millionen Euro aus den Eigenmitteln des Unternehmens bezahlt werden, der Rest durch Kredite zusammenkommen. Letztlich müssen also die Heimbewohner durch eine in den Pflegekostensätzen eingerechnete Investitionspauschale zur Finanzierung beitragen. Fördermittel gibt es dafür nicht.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.05.2014

Hofmann, Uwe

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