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Pferde bekommen "Sackerl" verordnet

Pferde bekommen "Sackerl" verordnet

"Durch Tiere verursachte Verunreinigungen sind von den jeweiligen Tierführern unverzüglich zu beseitigen", heißt es exemplarisch in der Moritzburger Polizeiverordnung.

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Die Moritzburger Kutscher sollen künftig "Sackerl" verwenden. Die Gemeinde stellt verschließbare Entsorgungsbehälter für den Pferdemist auf.

Quelle: Werner Peters

Doch bislang galt diese Regelung in der Praxis eher für Hundehalter, nicht aber für das Moritzburger Wappentier. Die Pferde "verzieren" Straße und Wege, was seit Jahren besonders in der warmen Jahreszeit für Diskussionsstoff sorgt. Vor diesem Hintergrund gab es zwischen der Gemeindeverwaltung und den Kutschunternehmern bereits 2008 Gespräche. Im Ergebnis verständigte man sich darauf, dass die Fuhrwerksbesitzer sich an den Straßenreinigungskosten beteiligen. Damit war auch der Streit um die Einführung von Auffangbeuteln nach Wiener Vorbild zunächst vom Tisch.

Durch den trockenen, heißen Sommer und weil das Geld nur für drei Straßenreinigungen pro Woche reicht, wurde das Thema nun erneut hochgekocht. Sogar ein Fernsehteam hat sich bei Bürgermeister Jörg Hänisch (parteilos) angesagt, um über die "Zankäpfel" zu berichten.

Kurzerhand traf sich Hänisch deshalb jetzt mit jenen Kutschern, welche von der Gemeinde lukrative Standplätze vor dem Schloss gemietet haben. Sie müssen spätestens ab Januar 2014 ihre Pferde nach Wiener Vorbild mit Auffangbeuteln ausstatten. Diese Regelung soll auch für jene Droschken gelten, die ihre Kundschaft über das Haus des Gastes vermittelt bekommen. Nach "intensiver" Diskussion haben die Kutscher laut Hänisch zugesagt, bereits ab Oktober probeweise die "Sackerl" zu verwenden. Im Gegenzug stellt die Gemeinde verschließbare Entsorgungsbehälter für den Pferdemist auf. Damit trägt die Gemeinde den Sorgen der Fuhrwerksbesitzer um die Gesundheit der Tiere Rechnung, da die gesammelten Pferdeäpfel bei Fahrten durch den Wald Insekten anlocken.

Doch die "Zankäpfel" stammen nur bedingt von den Moritzburger Fuhrwerken. Auch auswärtige Kremser steuern zunehmend die Barockgemeinde an. Abgesehen davon, dass in und um Moritzburg viele Reitpferde in den Ställen stehen. Hier ist die Gemeinde mehr oder weniger machtlos. Einen Pferdepolizisten, welcher die Einhaltung der Polizeiverordnung kontrolliert, soll es offensichtlich nicht geben.

Werner Peters

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