Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 13 ° wolkig

Navigation:
Google+
Pestalozzihaus des Lößnitzgymnasiums ist fertig saniert

Radebeul Pestalozzihaus des Lößnitzgymnasiums ist fertig saniert

„Der Polylux stirbt nicht aus“, sagt Ilona Börner. Sie muss es wissen, richtet sie als Sachgebietsleiterin für Schulen in der Radebeuler Stadtverwaltung doch gerade das frisch sanierte Pestalozzihaus des Lößnitzgymnasiums ein. Der Polylux ist dort nicht der einzige unerwartet Rückkehrer.

Voriger Artikel
Vater des Internets ist bei Konferenz in Meißen zu Gast
Nächster Artikel
Flüchtlingsheim in Neu-Rehefeld bleibt bis September 2017 in Betrieb

Die Glaswand hebt den Brandschutz auf technischen Standard. Einen Aufzug hat man dagegen nicht eingebaut, als barrierefreies Gymnasium fungiert das Luisenstift.

Radebeul. „Der Polylux stirbt nicht aus“, sagt Ilona Börner. Sie muss es wissen, richtet sie als Sachgebietsleiterin für Schulen in der Radebeuler Stadtverwaltung doch gerade das frisch sanierte Pestalozzihaus des Lößnitzgymnasiums ein. Dort kommt in jedes der elf Klassenzimmer eines der seit Jahrzehnten bewährten Projektionsgeräte, an dem sich laut Börner auch junge Lehrer abarbeiten. Trotz Whiteboard und Beamertechnik, die in den hochgerüsteten naturwissenschaftlichen Fachkabinetten, aber auch in zwei Klassenzimmern vorhanden sind. Noch ein weiterer Trend verblüfft: „Die grünen Tafeln kommen zurück“, sagt Börner. Viele Lehrer mögen die Whiteboards nicht, die zwar interaktiv sind und ganz ohne Kreidestaub mit Stiften beschrieben werden. „Vielen kommen sie unpraktisch vor, außerdem sind die Stifte teuer und die Reinigung manchmal zu kompliziert“, sagt Börner. Im Chemiekabinett gibt es deshalb zwar ein weiße Multimedia-Tafel, dazu aber auch eine grüne Tafel, die vor die weiße geschoben werden kann. „Da werden wir mal sehen, welche Tafel häufiger benutzt wird“, sagt Börner.

Gebaut wurde im Pestalozzihaus aber nicht in erster Linie, um die Unterrichtsräume im knapp 110 Jahre alten Schulhaus für 300 Kinder und 50 Lehrer auf Vordermann zu bringen, sondern um den Brandschutz an aktuelle Anforderungen anzupassen. Im Wesentlichen geht es dabei um die neuen Glaswände und Brandschutztüren, die das Treppenhaus vom Rest des Gebäudes abtrennen und um die Einrichtung eines zweiten Fluchtwegs über eine Außentreppe. Die wurde freilich vor Jahren schon bei der Sanierung der Fassade mit Konjunkturpaket-Mitteln angebaut, nur eben noch nicht mit einem Durchgang verbunden. 850 000 Euro haben die Bauarbeiten gekostet und damit etwa 60 000 Euro mehr, als noch vor einem Jahr bei Baubeginn gedacht. Hauptursache für die Mehrkosten waren zusätzliche Arbeiten an der Flurdecke im Obergeschoss. Für die Ausstattung gibt Radebeul noch einmal rund 170 000 Euro aus.

Eigentlich war es geplant, dass der Schulbau im Dezember 2015 fertiggestellt und die sanierten Räume in den Winterferien bezogen werden sollten. Rasch habe sich allerdings herausgestellt, dass dieser Plan illusorisch sei, wie Holger Jacob sagt, der im Rathaus für das Baugeschehen an der Schule verantwortlich ist. Börner pflichtet ihm bei: Ein Bezug der Räume in nur zwei Wochen sei kaum zu bewerkstelligen. Auch eine Erkenntnis, die jetzt vor allem den Umbauplänen in der Oberschule Mitte zugute kommen.

Die geschehen nach dem gleichen Konzept wie im Pestalozzihaus: In den Sommerferien wird in die als Ausweichschule genutzte ehemalige Mittelschule Oberlößnitz ausgezogen, die bis zu den Ferien noch die Gymnasiasten beherbergte, anschließend wird der DDR-Plattenbau der Oberschule saniert, erhält Barrierefreiheit und neuen Brandschutz. Kostenpunkt: Rund zwei Millionen Euro. In den Sommerferien 2017 sollen die Oberschüler dann wieder zurückziehen können. Anschließend will man mit dem Erweiterungsbau für das Luisenstift beginnen, die Ausweichschule bliebe dann fürs Erste ungenutzt. Ob sie für die anschließende Sanierung des Luisestift-Altbaus benötigt wird, müsse man noch sehen, sagt Börner.

Am Schulstandort an der Pestalozzistraße, zu dem auch die bereits sanierte Grundschule Friedrich Schiller gehört, ist man dagegen im Großen und Ganzen fertig. Nur der Hof der Grundschule soll vergrößert werden, die entsprechenden Pläne kommen im Herbst in die Stadtratsgremien, wie Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) informiert. Den Siegerentwurf im Architektenwettbewerb für den Schillerhort hat man im Juni bereits prämiert.

Von Uwe Hofmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

21.08.2017 - 12:52 Uhr

Der 26-Jährige, der auf den Fußballer schoss und dessen Tante tötete, muss ins Gefängnis.

mehr