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„Pesta“-Sanierung verschlingt mehr Geld

Pirna-Copitz „Pesta“-Sanierung verschlingt mehr Geld

Für die Sanierung der Pestalozzi-Oberschule muss die Stadt wohl tiefer in die Tasche greifen. Eine aktuelle Kostenberechnung ergab einen Bedarf von über 13 Millionen Euro - fast 2,8 Millionen Euro mehr als in der Kostenschätzung von Juni.

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Quelle: dpa

Pirna. Für die Sanierung der Pestalozzi-Oberschule in Pirna-Copitz muss die Stadt wohl tiefer in die Tasche greifen. Wie die Kostenberechnung ergab, sind für das Vorhaben über 13 Millionen Euro erforderlich. Das sind fast 2,8 Millionen Euro mehr als in der Kostenschätzung von Anfang Juni. Darüber informierte nun die Verwaltung den Stadtrat.

Für die Kostensteigerung führen die Rathausmitarbeiter zwei Hauptgründe an. Zum einen sind es die schlechten Bodenverhältnisse am Standort Schulstraße. „Mit der fortschreitenden Planung wurde festgestellt, dass durch den Baugrund bedingt eine Bohrpfahlgründung für den Neubau erforderlich ist“, teilt Annegret Jakob von der Abteilung Stadtsanierung, Förderung und Vergabe mit. Neben einer grundlegenden Renovierung des Altbaus ist die Errichtung eines Anbaus geplant.

Zum anderen machen gesetzliche Bestimmungen das Sanierungsprojekt teurer. Dies betrifft vor allem die Technik. Sie muss neuen Forderungen aus der Energieeinsparverordnung und aus dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz gerecht werden, was die Ausgaben für die technischen Anlagen in die Höhe treibt. Und zwar sind sie mit knapp 3,7 Millionen Euro doppelt so hoch, wie noch in der Kostenschätzung gedacht. Trotz der Mehrkosten hält die Stadt an dem Projekt fest. Die jetzt ermittelten Kosten werden in den Haushalt eingestellt. Und ein Fördermittelantrag wurde bei der Sächsischen Aufbaubank bereits eingereicht. Die Sanierung soll im Sommer 2017 beginnen. Im Februar 2019 ist die Fertigstellung anvisiert.

An der Copitzer Schule herrscht ein enormer Investitionsstau. 1888 zogen die ersten Schüler in das Gebäude ein. Bis etwa 1930 wurde es in mehreren Abschnitten erweitert. 1945 ließ man Kriegsschäden beseitigen. An der Schule wurden seitdem keine größeren Sanierungs- bzw. Baumaßnahmen durchgeführt. Dies merkt man der Bausubstanz allmählich an. So befindet sich z.B. das Dach in einem desolaten Zustand, die Grundmauern sind feucht und die zum Großteil noch vorhandenen alten Fenster undicht.

Die Pestalozzi-Oberschule leidet nicht nur an baulichen Mängeln, sondern auch an Platznot. Knapp 330 Jugendliche lernen derzeit dort. Die Anordnung und Größe der Unterrichtsräume weist seit Jahren ein Defizit auf. So fehlen 400 Quadratmeter, wenn man sich an die Vorgaben des Musterraumprogramms für eine zweizügige Oberschule hält. Weil mit wachsenden Schülerzahlen auch die Zahl der Klassen steigen muss – abwechselnd mit der Goethe-Oberschule soll die Pesta aller zwei Jahre drei Klassen pro Jahrgangsstufe aufnehmen –, wird ein Anbau mit einer Turnhalle und Fachkabinetten notwendig.

Silvio Kuhnert

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