Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 0 ° wolkig

Navigation:
Google+
Per Joystick Stämme hieven - Forstarbeiter rücken wieder Holz im Nationalpark Sächsische Schweiz

Per Joystick Stämme hieven - Forstarbeiter rücken wieder Holz im Nationalpark Sächsische Schweiz

Bis 2030 sollen 75 Prozent des Waldes im Nationalpark Sächsische Schweiz ein Naturwald sein. Heute sei der Baumbestand bereits auf 57 Prozent der Nationalparkfläche seiner selbst bestimmenden Entwicklung überlassen, informiert Nationalparksprecher Hanspeter Mayr.

Voriger Artikel
Bei Sebnitz festgenommener Drogenschmuggler verurteilt
Nächster Artikel
Kommt eine neue Touristinfo auf die Radebeuler Hauptstraße? - Stadtrat entscheidet heute über Standort
Quelle: dpa

Der Waldumbau ist dort abgeschlossen. Auf rund 3350 Hektar findet er noch statt. Hier führt die Nationalparkverwaltung noch aktive Waldpflegearbeiten durch.

„Jährlich finden diese auf rund 3,5 Prozent der Fläche des Nationalparks statt, um die Wälder naturnäher zu gestalten“, berichtet Mayr. In diesem Herbst sind die Forstarbeiter in den Revieren Hinterhermsdorf und Zeughaus sowie im Revier Schmilka am Werk. Zurzeit sind bis Ende des Monats die Zugänge zu den Lorenzsteinen – wie die Spitzsteinschlüchte und die Knorre (Weg von der Zeughausstraße) – aufgrund von Waldpflegearbeiten gesperrt. „Hier werden derzeit Fichten  entnommen“, informiert die Nationalparkverwaltung.

Die Bäume werden gefällt damit sich die heimischen Baumarten Rotbuche, Birke, Eiche, Kiefer und Esche leichter behaupten und zum Naturwald von morgen heran wachsen können. Am Steinberg werden auf rund 22 Hektar besonders die gebietsfremden Baumarten Weymouthskiefer, Douglasien und Lärchen entnommen. Auch der  Anteil der Fichten werde deutlich reduziert, um das Borkenkäferrisiko zu senken, so Mayr. Für die Umgestaltung des Baumbestandes von Nadel- auf Mischwald  müssen die Forstarbeiter sich durchunwegsames Gelände kämpfen. Hier kommt moderne Technik zum Einsatz.  Im Weißbachtal bei Hinterhermsdorf zum Beispiel liegen die gefällten Baumstämmeam extrem steilen Hang. Per Seilkran werden die Stämme auf ein Riff-Plateau befördert. Dort holt der Forwarder das Holz ab und fährt es zum Hauptwaldweg, um es dann mit Holztransportern abfahren zu können. Am Steuer der Holzrückemaschine sitzt Sachsenforstmitarbeiter Jens Schönberg.

Den Forwarder lenkt er nicht mit einem Lenkrad, sondern er bedient mit einem Joystick verschiedene Computer in seinem Cockpit.  Mit Hilfe einer Videokamera beobachtet Schönberg ständig die Seilwinde. Denn sie hievt mächtige Stämme  aus dem Tal. Einige besonders dicke, gut gewachsene Douglasien werden zur Submission (Holzauktion) in Dresden angeboten. Die Nationalparkverwaltung ist bemüht die Holzrückung so schonend wie möglich auszuführen. „Die Maschinen befahren den Wald nur auf wenigen vorgegebenen Trassen, so dass rund 90 Prozent des Waldbodens nicht beeinträchtigt werden“, teilt Mayr mit. Durch die Forstarbeiten fallen im  Schnitt jährlich rund 25 000 Kubikmeter Holz an.

Silvio Kuhnert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News
Anzeige

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

Die Friedensburg gehört als fester Bestandteil zu Radebeul. Soll sie zukünftig wieder als Gaststätte genutzt werden? Und falls ja, wie genau? Sagen Sie uns Ihre Meinung und stimmen Sie ab! mehr