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Pech für Radebeul: Auftragsbücher sind voll, Mehrkosten bei Bauvergaben

Pech für Radebeul: Auftragsbücher sind voll, Mehrkosten bei Bauvergaben

"Tiefbau ist eben etwas anderes als Hochbau", formuliert Claudia Brodführer, Leiterin der Radebeuler Widerspruchs- und Vergabestelle, eine schlichte Wahrheit. Rund 137 000 Euro Mehrausgaben hat die Vergabe von vier Baulosen bei der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses der Stadtkasse eingetragen.

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Die Arbeiten an der "Scharfen Ecke" sollen noch in diesem Jahr erledigt werden.

Quelle: Martin Förster

Es handelt sich ausschließlich um Bauvorhaben im Hochbau: Die Baumeisterarbeiten für die Sanierung des Technischen Rathauses kosten rund 70 000 Euro statt wie zuvor kalkuliert 32 000 Euro, die Außenputzarbeiten an der Grundschule Naundorf werden rund 60 000 Euro teurer, die Dacharbeiten am selben Gebäude rund 7300 Euro und die Tischlerarbeiten im künftigen Standesamt schlagen mit rund 84 000 Euro statt wie vorher geschätzt 50 000 Euro zu Buche. "Man kriegt im Moment keinen Hochbauer", zieht Stadtrat Tilo Kempe (CDU) ein bitteres Fazit, nachdem er Baukosten bewilligen musste, die teilweise dem doppelten Wert der Kostenschätzung entsprechen. "Die Auftragsbücher sind alle voll", stimmt ihm Stadtrat Ralf Buchert (CDU) zu.

Diese Einschätzung ist nicht von der Hand zu weisen, auch wenn der Einbau eines Aufzugs im Technischen Rathaus mit rund 52 000 Euro immerhin rund 26 000 Euro billiger ist als zuvor eingeschätzt. Claudia Brodführer kann davon ein Lied singen, wie schwierig ihre Arbeit derzeit ist. So konnten die Tischlerarbeiten im Standesamt erst im zweiten Versuch vergeben werden. "Es handelt sich um die individuelle Anfertigung von Elementen im Traubereich. Die waren kostenmäßig zuvor schwer einzuschätzen", sagt Brodführer. Bei der Vergabe der Dachsanierung in Naundorf musste Radebeul den zweitbilligsten Bieter beauftragen, nachdem der erste einen Kalkulationsfehler eingestanden hatte. Für die erhebliche Verteuerung der Putzarbeiten am selben Gebäude führt Brodführer an, dass zwischen der Kostenkalkulation und der jetzigen Vergabe zwei Jahre vergangen seien. Unter anderem die Marktpreise für Dämmstoffe hätten in dieser Zeit ordentlich angezogen. Bei der Kostenverdopplung für die bauvorbereitenden Arbeiten kann Brodführer nur auf die allgemeine Konjunkturlage verweisen.

Die sieht im Tiefbau offenbar ganz anders aus. Rund 184 000 Euro kostet der Ausbau der Straßenkreuzung "Scharfe Ecke" in Radebeul-Ost. Veranschlagt waren zuvor Kosten über 195 000 Euro. Da das Vorhaben zudem zum Stadtumbau in Radebeul-Ost zählt und daher kräftig gefördert wird, zahlt die Stadtkasse lediglich rund 62 000 Euro dafür. Die Arbeiten sollen noch in diesem Jahr erledigt werden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.09.2013

Hofmann, Uwe

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