Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Google+
Pause fürs Auto: Coswiger Familie machte Umsteiger-Test

Pause fürs Auto: Coswiger Familie machte Umsteiger-Test

Eine Woche lang verzichteten im Rahmen einer Kampagne des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO) zwei Familien auf ihr Auto. "Sie berichteten die ganze Woche auf der Facebook-Seite des VVO, wie es ihnen erging.

Voriger Artikel
Sensationen im Landespokal blieben aus
Nächster Artikel
Sachsens Weinkönigin scheitert beim Vorentscheid um deutsche Krone

Leiterwagen und Fahrrad statt Auto: Mandy und Stefan Tetschke und ihre Söhne Maximilian Noel und Raphael Levi (v.l.) haben es ausprobiert.

Quelle: Uwe Hofmann

Die Nutzer können bis heute abstimmen, welche Familie die Aktion gewinnt. Die Siegerfamilie erhält eine Jahreskarte 2014 für den gesamten Verbundraum", erklärt Gabriele Clauss, Leiterin Marketing im VVO. Damit auch nicht geschummelt wird, wurden die Tachostände der Autos notiert.

Die beiden Teilnehmer an der "Umsteiger-Aktion" sind Familie Köpsel aus Dresden-Meusslitz und Familie Tetschke aus Coswig. "Eine Freundin hat mir einen Flyer mitgebracht", erzählt Mandy Tetschke, wie sie auf die VVO-Aktion aufmerksam wurde. Wir haben schon vorher überlegt, aus Kostengründen auf die öffentlichen Verkehrsmittel umzusteigen. Am letztmöglichen Tag haben wir uns schließlich für das Projekt beworben", sagt Mandy Tetschke, die als Krankenschwester arbeitet.

Sieben Tage nutzte sie deshalb mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern nur noch Fahrrad, Bus und Bahn, um alles zu erledigen. Dazu gehörte der Weg zur Arbeit genauso wie das Hinbringen und Abholen der Kinder aus Schule und Kita oder Einkaufstouren.

Der sechsjährige Maximilian besucht in der etwa 2,5 Kilometer entfernten örtlichen Grundschule die erste Klasse. "Er könnte drei Haltestellen mit der Bahn fahren, aber bei schönem Wetter ist das Fahrrad natürlich die erste Wahl. Levi ist drei und muss zu Fuß oder mit dem Rad gebracht werden, denn zum Kindergarten fährt weder Bus noch Bahn", erzählt die 30-Jährige. Ihr Mann Stefan ist Elektroniker und musste seinen Aufträgen ebenfalls mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nachkommen. Heute ist er beispielsweise im Klärwerk Kaditz tätig.

Familie Tetschke würde sich sehr über den Sieg freuen: "Die Bilanz fällt sehr positiv aus. Im Großen und Ganzen sind wir sehr zufrieden und überlegen ernsthaft, das Auto vielleicht einmal ganz stehen zu lassen", sagt Mandy Tetschke. Sie fand in Bus und Bahn auch mal die Zeit, ein Buch zu lesen. Zu Hause mit zwei Kindern kommt sie meist nicht dazu.

Die Anbindungen allerdings seien meist nur morgens gut aufeinander abgestimmt. "Im Feierabendverkehr hängt es dann oftmals. Da bin ich schon öfter mit dem Rad zur nächsten Anschlussstelle gefahren", erzählt die 30-Jährige. Und dass sie mit dem Bus von Coswig bis zur Arbeit auf der Kohlenstraße etwa 30 bis 45 Minuten benötige. "Gerade, wenn alle fahren, bin ich mit dem Auto auch nicht schneller", so die Erfahrung von Mandy Tetschke.

Sie erlebte während der "Umsteiger-Woche" viele positive Momente. Als sie einmal zu spät am Bahnhof war und so keine Zeit mehr zum Entwerten der Fahrradkarte fand, habe ihr eine Schaffnerin die Karte im Zug abgestempelt. Viele Leute seien auch behilflich, wenn es um das Abstellen des Fahrrades geht. "Lustig wird es dann, wenn das hinterste Rad zuerst aussteigen muss", schmunzelt Mandy Tetschke. Das einzige, womit sie etwas Probleme hatte, waren die Verbindungen. "Oft ist die Zeit sehr knapp. Wenn dann ein Bus Verspätung hat, ist die Verbindung hin." Aber das sei nur ein kleiner Makel.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.09.2013

Sophie Folgmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News
Anzeige

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

Die Friedensburg gehört als fester Bestandteil zu Radebeul. Soll sie zukünftig wieder als Gaststätte genutzt werden? Und falls ja, wie genau? Sagen Sie uns Ihre Meinung und stimmen Sie ab! mehr