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Parkplatzstreit geht in nächste Runde - Coswig: Genossenschaft will kurz vor Ausbau der Lößnitzstraße rechtliche Schritte prüfen

Parkplatzstreit geht in nächste Runde - Coswig: Genossenschaft will kurz vor Ausbau der Lößnitzstraße rechtliche Schritte prüfen

Eiszeit statt Entspannung: Der Streit um Parkplätze in der Lößnitzstraße in Coswig geht in die nächste Runde. Kurz vor der Sanierung der Straße am Silhouettenhaus, die mit dem Rückbau von Parkflächen einhergeht, prüft die Wohnungsgenossenschaft Coswig (WGC) auch rechtliche Schritte gegen das Vorhaben.

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Die Lößnitzstraße im Coswiger Wohngebiet Dresdner Straße wird bald zwischen Radebeuler und Lindenauer Straße ausgebaut. Parkplätze fallen weg. Deshalb gibt es Zoff.

Quelle: Stephan Klingbeil

Coswig. Coswig . Eiszeit statt Entspannung: Der Streit um Parkplätze in der Lößnitzstraße in Coswig geht in die nächste Runde. Kurz vor der Sanierung der Straße am Silhouettenhaus, die mit dem Rückbau von Parkflächen einhergeht, prüft die Wohnungsgenossenschaft Coswig (WGC) auch rechtliche Schritte gegen das Vorhaben. "Wir wollen nicht drohen, sondern nur alle Mittel prüfen, wie man noch gegen die Pläne vorgehen kann", sagt René Kühnel von der WGC.

Er bestätigte damit die Forderungen, die der WGC-Vorstand dem Rathaus am Dienstag, einen Tag vor der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses, in einem Fax zugeschickt hat. Coswigs Finanzbürgermeister Thomas Schubert zufolge ging dem Fax ein Schreiben der Stadt voraus, in dem die Verwaltung noch einmal ihr Angebot erneuerte, dass die WGC das alte Kita-Areal in der Nähe von der Stadt kaufen, in Erbpacht übernehmen oder während der Bauzeit für Parkplätze nutzen könnte. Doch zu Gesprächen kam es nicht. Stattdessen wurde die Kritik am Ausbau erneuert.

Oberbürgermeister Frank Neupold (parteilos) brachte das Schreiben nach eigener Aussage "aus der Fassung". Im Ausschuss wies er auf den Inhalt hin. Denn in dem Gremium stand die Vergabe der Bauleistungen für die Straßensanierung an. "Dagegen wollten wir zunächst formal widersprechen", erklärte Kühnel.

Die Arbeiten auf dem zirka 250 Meter langen Abschnitt zwischen Lindenauer und Radebeuler Straße sollen Ende September beginnen und möglichst bis zum Jahresende beendet sein. Mit der Sanierung einher gehen soll jedoch jener Rückbau von Parkplätzen. Die Stadt hatte diese lange toleriert. Es sei aber klar gewesen, dass sich das bei Umbaumaßnahmen ändern wird. Denn die umstrittenen Parkflächen dort seien verkehrsrechtlich ein Problem. Aber nach der Sanierung kann die Straße laut Bauamtsleiter Wolfgang Weimann wieder im vollen Ausmaß auf 5,5 Meter Breite für den Verkehr genutzt werden.

Von 79 Flächen würden dann aber nur noch 28 Längsparkplätze übrig bleiben. "Das nehmen wir nicht hin", unterstrich der WGC-Vorstand dann auch in seinem Protestfax. Er verwies zudem auf Mieter, die ihre Schlafzimmer auf der Seite zur Straße hätten und befürchten würden, dass es dort nach dem Ausbau der Trasse lauter werde. Kühnel dazu: "An uns traten Bürger heran, die dort keine Schnellstraße haben wollen." Die Befürchtungen beziehen sich auf Verkehrsprognosen. Das Bauamt geht davon aus, dass sich der Verkehr nach den umfangreichen Baumaßnahmen auf den Staatsstraßen im Umkreis erhöht. Schätzungen zufolge fahren künftig bis zu 3500 Autos pro Tag dort entlang. Jetzt sind es 2000, sagt Weimann. "Die Prognosen beziehen sich aber erst auf das Jahr 2020." Dessen ungeachtet wurde im Ausschuss betont, dass es mit dem neuen Asphalt auf der Straße wohl eher ruhiger als lauter zuginge.

Die WGC verlangt dennoch, der im März getroffene Beschluss solle ausgesetzt werden. Doch weder OB noch Ausschuss fanden Argumente, den Beschluss zu kippen. Stattdessen stimmten sie einstimmig dafür, dass die Eurovia die Straße für fast 173 000 Euro ausbauen soll. "Rein rechtlich haben wir keine Bedenken", erklärt Schubert. Das beträfe auch die Ankündigungen der WGC in dem Fax. Denn der Genossenschaft wäre schon seit Anfang 2011 klar gewesen, dass jene Parkflächen wegfallen. Dies sei Teil einer Baugenehmigung für die WGC in dem Bereich gewesen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.09.2012

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