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Orangerie in Pirna bekommt endlich ein Notdach

Orangerie in Pirna bekommt endlich ein Notdach

Die Orangerie im früheren Park von Schloss Rottwerndorf kann vor einem weiteren Verfall bewahrt werden. Für die Notsicherung des Daches bekommt die Stadt Pirna einen Zuschuss aus einem Fördertopf für die Denkmalpflege.

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Im Winter 2012/13 stürzte ein Baum auf die Orangerie und zerstörte einen Großteil des Daches.

Quelle: Silvio Kuhnert

Darüber informierte am Donnerstagabend Steffen Möhrs, Fachgruppenleiter Stadtentwicklung, den Bauausschuss. Konkret ist die Förderung 34 000 Euro hoch. "Die Gesamtkosten betragen 40 000 Euro", sagte Möhrs. Die fehlenden Mittel werden über den städtischen Etat abgedeckt. "Den Eigenanteil finanzieren wir über Spendenmittel", so Möhrs weiter. Für den Erhalt und die Pflege von denkmalgeschützten Objekten gehen immer wieder Spenden im Pirnaer Rathaus ein.

Seit nunmehr fast zwei Jahren bietet die Orangerie einen traurigen Anblick. Im Winter 2012/13 stürzte ein Baum auf das Gebäude und zerstörte einen Großteil des Daches. Der Baum ist zwar längst beseitigt, aber die Bausubstanz ist seither der Witterung schutzlos ausgeliefert. Wildwuchs beginnt die kaputten Überbleibsel der Dachkonstruktion, die noch kreuz und quer im Haus liegt, allmählich zu erobern. "Der desolate Dachstuhl wird zurückgebaut und ein Notdach errichtet", berichtete Möhrs, Dies soll den weiteren Verfall des Gebäudes bremsen. Die Sicherungsarbeiten werden noch bis Ende des Jahres vorgenommen.

Bei dem als Orangerie bekannten Gebäude handelt es sich vielmehr um ein Gartenhaus. Es steht in unmittelbarer Blickbeziehung zum Schloss Rottwerndorf an einem Hang, an welchem früher mit großer Wahrscheinlichkeit einmal Wein angebaut wurde. Reste von Terrassenmauern lassen darauf schließen. Zwischen Schloss und Gartenhäuschen befand sich früher eine Parkanlage. Von Garten kann heute keine Rede mehr sein. Auf einem Teil des Areals befindet sich eine Saftkelterei. Der andere ist eine einzige Wildnis.

Schloss und Park sind Teil des ehemaligen Ritterguts Rottwerndorf. Hierbei handelt es sich um eine ausgedehnte, aus zahlreichen Einzelgebäuden bestehende Gesamtanlage. So gehören noch Stallgebäude sowie ein Gasthof dazu. Zum Verfall der Anlage haben die komplizierten Eigentumssituationen beigetragen. 1953 wurde das Gut aufgeteilt. Vor allem seit der Wende kam es immer wieder zu Besitzerwechseln. Der Park gehört heute der Stadt.

Eine Rettung gibt es bislang nur für das Schloss. Das hat einen privaten Besitzer gefunden, der mit seiner Familie darin wohnt und das Objekt nach und nach saniert. Andere Gebäude wie beispielsweise der einstige Gasthof stehen leer und warten auf eine neue Nutzung. Seit reichlich anderthalb Jahren liegt der Stadtverwaltung ein Konzept zur Notsicherung vor. Jedoch der Preis war bislang ernüchternd und über die klamme Stadtkasse nicht zu finanzieren. Der Freistaat stellt nun Mittel aus dem Landesprogramm für Denkmalpflege zur Verfügung.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.11.2014

Silvio Kuhnert

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