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Olympia-Träume: Altenberger geben so schnell nicht auf

Olympia-Träume: Altenberger geben so schnell nicht auf

Schon über 10 000 Euro an Spenden hat der Freundeskreis "Winterspiele Sachsen 2026" eingeworben. Eine Machbarkeitsstudie, die man demnächst den Olympia-Organisatoren vorlegen will, ist damit bereits zu einem Drittel bezahlt, sagt Freundeskreis-Chef Steffen Große.

Der kühne Vorstoß des Erzgebirgsstädtchens Altenberg, Winterspiele ausrichten zu wollen, ist damit ein Stück weiter. Altenbergs Bürgermeister Thomas Kirsten wirbt nun bei den Entscheidern vom Deutschen Olympischen Sportbund für eine "Bewerbung Sachsens mit der Leitstadt Dresden". Die Herren Sportfunktionäre sollten doch mal vorbeikommen und damit "die Begeisterung der Sachsen für die Spiele ein wenig würdigen", schrieb Kirsten an die DOSB-Zentrale in Frankfurt/Main.

Die Idee: Altenberg bringt seine Wintersportstätten ein, Dresden Hotels und Flughafen und mit den tschechischen Nachbarn im Boot wird Sachsens zweiter Olympia-Anlauf zu einer internationalen Mission. Der DOSB lobt Altenberg als "hervorragenden Standort für Wintersportwettbewerbe", hält aber trotzdem Winterspiele in Sachsen für "unter verschiedenen Gesichtspunkten aussichtslos". Auch beim Landessportbund in Leipzig schüttelt man den Kopf. Generalsekretär Ulf Tippelt fordert zwar eine "neue deutsche Olympiabegeisterung", mehr als 50 Jahre nach den letzten Spielen in Deutschland sei es wieder dringend an der Zeit, aber die Initiative aus Altenberg lehnt er ab.

Das trifft die Sportfreunde im Osterzgebirge schwer, doch sie geben nicht auf. Sie setzen auf die Machbarkeitsstudie, die der Freundeskreis in Auftrag gegeben hat. Kern der Studie ist das olympische Potenzial Altenbergs. Die 8000-Einwohner-Stadt kurz vor der Grenze zu Tschechien kann sich mit Fug und Recht internationales Wintersportzentrum nennen. Es gibt eine 1,4 Kilometer lange Rennschlitten- und Bobbahn, auf der schon Weltmeisterschaften stiegen. Es gibt eine Arena für Biathlon und Langlauf, dazu eine Sommerrodelbahn, Skilifte und ein Loipennetz. "Das ist einfach toll, was wir hier haben", sagt Kirsten, der selbst Biathlet war. Als solcher nahm er die Lacher, die er für seine kühne Idee kassierte, sportlich. Wer kannte denn das Alpennest Albertville, bevor sie dort die Spiele 1992 bekamen? Seit fast 25 Jahren ist der 60-Jährige Bürgermeister. Und weiß, was die Region braucht. "Hier fehlt bissel die Initialzündung", meint er.

"Ein solches Projekt wäre auch wichtig, um junge Leute dazu zu bewegen, nach Sachsen zu ziehen", sagt Olympia-Freund Steffen Große. 20 Unterstützer sind bis jetzt seinem Freundeskreis beigetreten, darunter Dresdens Bürgermeister Dirk Hilbert. Bundesinnenminister Thomas de Maizière wünscht "viel Erfolg". So richtig aus der Hüfte kamen die Olympiafreunde bislang nicht. Die Staatsregierung müsste aufspringen, meint Bürgermeister Kirsten. Doch die, meint er, sei wohl etwas pikiert, weil es nicht ihre Idee war.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.05.2014

Christine Keilholz

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