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Oldtimer-Rallye „Campus Classics“: TU Dresden rollt nach Zittau

Oldtimer-Rallye „Campus Classics“: TU Dresden rollt nach Zittau

Rund 60 Oldtimer haben am Sonnabend die Rallye „TUD Campus Classics“ nach Zittau und zurück in die Landeshauptstadt bestritten. Hinterm Steuer der betagten Fahrzeuge saßen ausschließlich TU-Studenten, -Lehrkräfte oder -Absolventen.

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Mit 30 km/h über den Campus: Gunda Röstel und André Stoller auf einem "Oldsmobile" von 1903.

Quelle: Tanja Tröger

Rund 150 Fans von altem Blech (und alter Pappe) kurvten zum Internationalen Hochschulinstitut Zittau, vorbei an den Sehenswürdigkeiten Ostsachsens. Wer auf den Beifahrersitzen Platz nehmen durfte, hatte zuvor das Los entschieden, und im Fond lümmelten Freunde und Familienmitglieder. Bis zum späten Nachmittag waren die Teilnehmer unterwegs. „Es geht nicht um Geschwindigkeit, sondern um das Fahrgefühl. Das hat was mit Ruhe zu tun“, schwärmt Rallye-Gründer und Cheforganisator Stefan Odenbach.

„Wir sind eine Technische Universität, und hier gibt es viele Oldtimer-Freunde“, erläutert Stefan Odenbach die Idee. Im wahren Leben ist er Professor für Magnetofluiddynamik und Messtechnik, in seinem zweiten Leben fährt er einen VWTyp 34 „Karmann Ghia“ Baujahr 1963 – allerdings nur, wenn es nicht regnet. Gemeinsam mit seiner Frau Marlene, Besitzerin eines dunkelroten VW Käfers, hat Odenbach 2012 die erste TUD Campus Classics mit 37 Teilnehmern auf die Beine gestellt – binnen sechs Wochen wohlgemerkt. Damals ging es zu den Hochschul-Standorten Tharandt und Johannstadt, ein Jahr später an die Bergakademie Freiberg. „Wir verbinden Unis und Generationen“, sagt der Professor. Je ein Drittel der Teilnehmer seien Studenten, Mitarbeiter und Alumi der Dresdner Uni.

Vor dem Start präsentierten die stolzen Oldtimer-Besitzer ihre Schmuckstückchen auf der Wiese hinter dem Hörsaalgebäude: einen Feuerwehr-Barkas Baujahr ’68, eine Jawa und eine MZES 125/1 „Trophy“, ein halbes Dutzend Trabis und betagte Mercedes, einige VW Käfer, dazu einen Ford A 55B „Tudor“ von 1930 und einen himmelblauen CitroenDS21 „Pallas“ Baujahr 1967.

„Ein großes 3D-Puzzle“

„Viereinhalb Jahre lang habe ich den Wagen restauriert“, sagt TU-Alumni Stefan Effmert über sein elfenbeinfarbenes, elegant geschwungenes Mercedes-Cabrio aus dem Jahr 1956. „Das ist ein großes 3D-Puzzle.“

So ein Bastler ist auch Volker Dornig aus Radebeul, der mit Frau Evelin im roten Feuerwehr-Barkas an der „Campus Classics“-Rallye teilnimmt. Insgesamt sechs Oldtimer nennt der Kfz-Ingenieur sein Eigen: drei Barkas, einen Framo-Kleintransporter, quasi den Vorgänger des Barkas, einen Opel P4 aus dem Jahre 1936 und einen tschechischen „Čezeta“-Motorroller. Die guten Stücke holt Dornig für zwei, drei Ausfahrten im Jahr aus der Garage.

Für Verena Lukaschikund ihren Freund ist der gelbe Opel Kadett City aus dem Jahr 1976 hingegen ein Alltagsauto. „Wir fahren damit durchaus in den Urlaub“, sagt die junge Frau, allerdings müsse vorher ordentlich geschraubt werden. Die heutige Tour ist eine ganz besondere für Verena: „Ich bin gestern mit dem Studium fertiggeworden“, erzählt die frisch gebackene Ingenieurin für Maschinenwesen.

Kutsche mit Motor – Schmuckstück der Rallye fährt gar nicht mit

Das Highlight des Tages jedoch war ein Wagen aus dem Jahr 1903, ein „OldsmobileCurved Dash“. „Auto“ mag man das Gefährt gar nicht nennen, sieht es doch mehr aus wie eine Kutsche ohne Pferde. Fahrer und Beifahrer thronen wie auf einem Kutschbock – scharf bremsen sollte man also nicht. Der vollgummibereifte Einzylinder gehört dem TU-Institut für Automobiltechnik, erklärt André Stoller vom Lehrstuhl für Kraftfahrzeugtechnik. Der junge Mann war am Sonnabend dafür zuständig, den Motor von Hand anzukurbeln und anschließend die Rallye-„Schirmherrin“ Gunda Röstel, Vorsitzende des Hochschulrates der TU Dresden, in der atemberaubenden Geschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde einmal über den Campus zu chauffieren. Die hatte sichtlich Spaß: „Es rüttelt wie auf einem Pferd, es riecht gut, und man kann hoheitsvoll nach allen Seiten winken“, meinte sie, nachdem sie die abenteuerliche Reise überstanden hatte.

ttr

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