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Ohne Zuzüge schrumpft und altert Landkreis

Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Ohne Zuzüge schrumpft und altert Landkreis

Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge profitiert von der Nähe zu Dresden, vor allem was die Entwicklung der Einwohnerzahl angeht. Wie aus der aktuellen Bevölkerungsprognose bis 2030 hervorgeht, muss der Kreis zwar mit einem Einwohnerrückgang rechnen. Er sei aber nicht so stark betroffen wie andere Landkreise im Freistaat.

Laut beiden Prognosen altert der Landkreis zunehmend. Die Zahl der erwerbsfähigen Einwohner nimmt ab, die der Rentner zu.

Quelle: dpa

Pirna. Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge profitiert von der Nähe zu Dresden, vor allem was die Entwicklung der Einwohnerzahl angeht. Wie aus der aktuellen Bevölkerungsprognose bis 2030 hervorgeht, muss der Kreis zwar mit einem Einwohnerrückgang rechnen. Er sei aber nicht so stark betroffen wie andere Landkreise im Freistaat, heißt es in einem Informationsbericht des Landrates an den Kreistag. Allerdings gibt es innerhalb des Kreisgebietes zwei entgegengesetzte Entwicklungen. „Der Raum um Dresden wird dabei weiter vom Wachstum Dresdens profitieren, die peripheren Lagen weiter stark schrumpfen“, informiert die Kreisverwaltung. Mit dem größten Einwohnerschwund müssten die Gemeinden mit bis zu 5000 Bewohnern rechnen.

Im Jahr 2014 lebten rund 246000 Menschen im Kreisgebiet. Für die weitere Entwicklung gibt es zwei Szenarien. Nach der ersten Variante steigt zunächst die Einwohnerzahl bis ins Jahr 2020 auf 253800 Bewohner an. Danach kommt es zu einem Knick und die Zahl der Einwohner sinkt. Im Jahr 2025 liegt sie unter dem Niveau von 2014. Für das Jahr 2030 wird eine Einwohnerzahl von 241200 vorhergesagt. Wie die Kreisverwaltung mitteilt, wurde diese Variante unter besonderer Berücksichtigung der Zuwanderung aus jüngster Zeit gerechnet. „Hinzu kommt ein stärkerer Anstieg der Geburtenziffer“, heißt es in dem Bericht.

Die zweite Variante basiert auf den Annahmen des Statistischen Bundesamtes aus der 13. koordinierten Bevölkerungsberechnung. Bei dieser Prognose gehen die Statistiker von einer geringeren Zuwanderung aus dem Umland wie etwa der Stadt Dresden aus, und auch bei den Geburten nehmen sie einen langsameren und geringen Anstieg im Vergleich zur ersten Variante an. Dies hat zur Folge, dass bei dieser Berechnung die Einwohnerzahl kontinuierlich sinkt. Danach haben im Jahr 2020 nur noch 242900 und 2030 rund 230900 Menschen ihren Wohnsitz im Landkreis Sächsischen Schweiz-Osterzgebirge.

Laut beiden Prognosen altert der Landkreis zunehmend. Die Zahl der erwerbsfähigen Einwohner nimmt ab, die der Rentner zu. Beträgt der Altersdurchschnitt derzeit 47,4 Jahre, liegt er 2030 in der ersten Variante bei 48,9 und in der zweiten bei 49,5 Jahre. Dies hat Auswirkungen auf die Kommunen im ländlichen Raum. „Die Tendenz geht dahin, dass insbesondere Senioren in das nächstgelegene Versorgungszentrum ziehen“, steht in dem Bericht. D.h., mit zunehmenden Alter verlassen Menschen ihre Dörfer um nach Freital, Heidenau oder Pirna zu ziehen, weil sie dort altersgerechten Wohnraum sowie kurze Wege zu Einkaufsmöglichkeiten und medizinischer Versorgung vorfinden.

Das Fazit der aktuellen Bevölkerungsprognose lautet daher: „Ohne Zuzüge wird die Bevölkerung im Landkreis schneller schrumpfen und altern.“

Von Silvio Kuhnert

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