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Offizierskasino im "Neuen Lager" Königsbrück soll erhalten bleiben

Kein Abriss Offizierskasino im "Neuen Lager" Königsbrück soll erhalten bleiben

Das frühere Offizierskasino ist eines der markantesten Häuser im "Neuen Lager" am Rande von Königsbrück. Ursprünglich sollte es abgerissen werden. Doch mittlerweile hat sich eine andere Perspektive ergeben.

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Großer Andrang beim Tag der offenen Tür im ehemaligen Offizierskasino im "Neuen Lager". "Sowjetsoldaten" standen Rede und Antwort.

Quelle: Uwe Menschner

Königsbrück. Das frühere Offizierskasino ist eines der markantesten Häuser im "Neuen Lager" am Rande von Königsbrück. Ursprünglich sollte es abgerissen werden. Doch mittlerweile hat sich eine andere Perspektive ergeben. Bröckelig ist der Weg, der von der Hoyerswerdaer Straße aus hinein in den Wald nördlich von Königsbrück führt. Wer nichts von der Geschichte dieses Ortes weiß, dürfte kaum erahnen, was sich hinter dem dichten Blättervorhang verbirgt. Aus der Ferne locken vertraute Klänge - jemand spielt auf einer Ziehharmonika "Kalinka."

Nachdem man um die Ecke gebogen ist, taucht am Ende des Weges plötzlich eine mächtige Giebelwand auf. Sie ist mit einem Bild verziert, das man so ähnlich aus dem Geschichtsunterricht kennt - ein Soldat, mit einem weiten Umhang bekleidet, trägt in der einen Hand ein Kind. In der anderen Hand hält er ein mächtiges Schwert. "Richtig, dieses Wandbild ist dem Ehrenmal in Berlin-Treptow nachempfunden", erklärt Roland Schiller, der bestens mit der Geschichte der militärischen Liegenschaften rings um Königsbrück vertraut ist.

Vor dem Eingang stehen drei Offiziere und ein Soldat der Sowjetarmee. Einer spielt auf der Ziehharmonika. Eine Reise in eine Zeit, die vor 23 Jahren mit dem Abzug der "Roten Armee" aus Königsbrück endete. Die Soldaten - das sind Mitglieder des Armee-Spaß-Vereines (ASV) Ortrand, der sich gemeinsam mit Eigentümer Wolfgang Hausdorf um den Erhalt des Offizierskasinos bemüht. "Wobei es möglicherweise korrekt gar nicht Kasino, sondern Offiziersheim heißen müsste. Diese Bezeichnung findet sich jedenfalls auf alten Postkarten", wie Schiller zu berichten weiß. Historisch bedeutenden Boden stellt es allemal dar, wurden doch hier unter anderem auch die Verhandlungen über den Abzug der sowjetischen Truppen geführt.

Dass das Gebäude mit der Nummer "37" im Neuen Lager wieder gefahrlos betreten werden kann, ist bereits das Ergebnis eines großen Kraftakts. Wolfgang Hausdorf, Inhaber eines Baustoffrecycling-Unternehmens aus Dobra (Landkreis Meißen), sollte das Gebäude eigentlich abreißen. Er entschloss sich jedoch, es zu erhalten und einer späteren Nutzung zugänglich zu machen. Ein Glück, das anderen Bestandteilen des Militärkomplexes nicht beschieden war. So wurden unter anderem die Heeresstandortverwaltung, die Kommandantur und das Post- und Wachgebäude abgerissen. Von den vielen kleineren Gebäuden gar nicht zu sprechen. Stattdessen sind auf großen Teilen der Fläche Solarparks entstanden, die Königsbrück bereits den Ruf einer Photovoltaikhochburg eingetragen haben.

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