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Ökologischer Schülerweinberg in Meißen eingeweiht

Ökologischer Schülerweinberg in Meißen eingeweiht

Meißen. Unterhalb der Albrechtsburg ist gestern der ökologische Weinberg für die rund 300 Schüler des Landesgymnasiums St. Afra zu Meißen eingeweiht worden.

Von Stephan Klingbeil

Zum Festakt im Rathaus kamen gestern viele Gäste, darunter auch die Vorsitzende des Förderkomitees, Gisela Prinzessin von Sachsen, Herzogin zu Sachsen und Komiteemitglied Gunther Emmerlich.

Der thüringische Opernsänger und Entertainer findet das Weinanbauprojekt großartig und wirbt um Spenden. Bisher habe es mehr als 80 Spender gegeben. Mit dem Geld werden Aufrebung, landschaftliche Gestaltung sowie die Ausstattung und der Lehrpfad mit 14 Informationstafeln finanziert, den St-Afra-Schüler gestaltet haben. Alles zusammen koste rund 200 000 Euro.

Weit teurer war die Rekonstruktion der historischen Terrassen mitsamt der Sanierung der Trockenmauern. Rund 1,5 Millionen Euro kostete das mit über 800 000 Euro durch Zuschüsse von EU und Freistaat geförderte Bauprojekt. Der Weinberg sei nicht nur kulturhistorisch von großer Bedeutung, sondern auch für den Naturschutz. Er biete seltenen Arten Lebensraum, der Klappergrasmücke etwa, oder auch Eidechsen und Aufrechtem Glaskraut.

Fast zwei Jahre haben die Bauarbeiten an dem steilen Südhang gedauert. "In dieser Zeit gab es einige Überraschungen", sagt Baustellenleiter Ralf Hamacher von der Firma Mörbe Garten und Landschaftsbau aus Kubschütz bei Bautzen. Man fand alte Handgranaten aus dem Zweiten Weltkrieg, die im alten Gemäuer versteckt worden waren.

Dann wurden Kabel von der Baustelle gestohlen Schließlich drohte der Boden vom Hang abzurutschen. Der Untergrund hatte sich weniger stabil erwiesen als erwartet. Deshalb mussten teilweise neue Fundamente für die Mauern her. Das habe laut Sächsischer Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU) für extra Kosten gesorgt. Insgesamt kostet das Projekt also letztlich rund 1,7 Millionen Euro. Noch im Oktober sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein.

Die Stiftung habe das verwilderte Areal 2006 von der Stadt Meißen gekauft, auf dem bereits im 19. Jahrhundert Wein angebaut wurde. Die Stadt hätte die Flächen nicht selbst entwickeln können. Privateigentümer gaben zudem grünes Licht, damit Rampe und Leitungen verlegt und ein Zugang zum Areal gewährleistet werden konnte. Die Idee für den Weinberg ist aber schon älter.

2004 überlegten Werner Esser, einst Leiter des Landesgymnasiums, und Stiftungsdirektor Bernd Dietmar Kammerschen, wie man den Schülern nahe von St. Afra mit regional typischen Tätigkeiten vertraut machen könnte. Im Ergebnis gedeihen nun auf etwa 700 Quadratmetern rund 400 Rebstöcke der Sorten Johanniter und Regent. Ab Mai 2013 werden dort die zehnten und elften Klassen mittwochnachmittags in einer Art Arbeitsgemeinschaft alles über den Weinanbau lernen. Lehrer und Winzer von der Radebeuler Weingut Hoflößnitz begleiten das neue Weinanbauprojekt.

Ein ähnliches Angebot gibt es bereits im Spaargebirge am Rosengründchen, wo ein gut 1700 Quadratmeter großes Areal von St-Afra-Schülern bewirtschaftet wird. Ab 2016 steht auch am Meißner Burgberg die erste Ernte an. Und den Rosé-Wein von dort gelesenen Trauben sollen dann Schüler nach ihrem Abitur erhalten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.10.2012

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