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Obstbauer Michael Görnitz erwartet eine gute Aronia-Ernte mit etwa 250 Tonnen

2016 als „Aronia-Jahr“ Obstbauer Michael Görnitz erwartet eine gute Aronia-Ernte mit etwa 250 Tonnen

Besser könnte es für Michael Görnitz im Moment wohl kaum laufen. „Dieses Jahr haben wir ein Aronia-Jahr“, sagt der Inhaber von Obstbau Görnitz. „Endlich.“ Denn nachdem er im vergangenen Jahr wegen andauernder Trockenheit große Ernteausfälle beklagen musste, rechnet er in diesem Jahr mit dem 2,5-fachen Ertrag des Vorjahres.

Michael Görnitz hat allen Grund zu lachen: In diesem Jahr rechnet er mit einer satten Aronia-Ernte auf seinen 63 Hektar Anbaufläche.

Quelle: Uwe Hofmann

Coswig.  Besser könnte es für Michael Görnitz im Moment wohl kaum laufen. „Dieses Jahr haben wir ein Aronia-Jahr“, sagt der Inhaber von Obstbau Görnitz. „Endlich.“ Denn nachdem er im vergangenen Jahr wegen andauernder Trockenheit große Ernteausfälle beklagen musste, rechnet er in diesem Jahr mit dem 2,5-fachen Ertrag des Vorjahres. 250 Tonnen werden es am Ende sein, schätzt er, auch wenn die Apfelbeeren noch nicht überall erntereif seien. So könne man auf den acht Hektar großen Anlagen auf den Elbwiesen in Kötitz wegen des dort sandigen Bodens schon abernten, auf der 15 Hektar großen Plantage in Brockwitz würden auf schwerem Boden noch etwa ein bis zwei Wochen der Reife benötigt.

Neben der Menge soll auch die Qualität der Beeren gut sein. Das hat zum einen damit zu tun, dass „vom guten Winter über eine gute Blüte und einen warmen Sommer mit genügend Niederschlag“ für die Aroniabeere ideale Bedingungen geherrscht hätten, wie Görnitz sagt. Andererseits hat der Betrieb die hundertprozentige Bio-Zertifizierung seiner Aronia-Flächen abgeschlossen. Wie bei Heidelbeeren oder Äpfeln auch will man nun die strengen Vorgaben anstreben, die zur Vergabe des Demeter-Siegels Voraussetzung sind. „Den Pflanzen geht es gut, das sieht man, und das schmeckt man auch“, sagt der Obstbauer, der im biologischen Anbau die Zukunft sieht. „In Deutschland kann sich jeder biologisch hergestellte Früchte leisten, deshalb sollte das auch der Standard sein“, findet er.

Hinter der Bio-Offensive stecken allerdings auch Überlegungen des Dresdner Unternehmens Aronia Original, das Görnitz’ Ernte komplett vermarktet. Es konzentriert sich, seit Geschäftsgründer Jörg Holzmüller Markus Kerres in die Geschäftsführung mit aufgenommen hat, mehr und mehr auf Bio- und Reformhäuser als Abnehmer seiner 30 Aronia-Produkte. Entsprechend wird „heimischer Bio Aroniasaft“ als neustes Produkt beworben, das vor allem regional, aber auch in der Schweiz und Österreich vertrieben werden soll.

Wurde die Aronia früher wegen des bitteren Geschmacks nur als Lieferant für Nahrungsmittelfarbe benötigt, gibt es nun gerade in der Gegend um Coswig Aufschwung. Dazu passt es, dass Görnitz 30 Hektar bei Zaschendorf mit der „sächsischen Gesundheitsbeere“ bepflanzen will, seine Anbaufläche perspektivisch auf knapp 100 Hektar ausweiten will.

Aber wie so oft ist nicht alles rosig. Bei einer Sache hakt es gewaltig: Einen Verkaufsstand für Aroniaprodukte am Elberadweg bei Brockwitz wird es vorerst nicht geben. Das Landratsamt Meißen will den Verkauf aus Hochwasserschutzgründen nicht genehmigen, auch wenn er aus einem beweglichen Wagen heraus geschieht. Oberbürgermeister Frank Neupold (parteilos) will sich in der Sache einsetzen. Obstbauer Görnitz ist optimistisch, dass er die Genehmigung bald schon erhalte. Ein Aroniafest zum Ende der Ernte wird es in diesem Jahr aber nicht geben. „Wir wollen eine Pause machen und mit neuen Höhepunkten im nächsten Jahr weitermachen“, sagt er.

Von Uwe Hofmann

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