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Obervogelgesang: Gastwirt organisiert Demo für Schlagerzelt

Obervogelgesang: Gastwirt organisiert Demo für Schlagerzelt

Gastwirt Walter Matzke kann nur auf schönes Wetter hoffen. In zwei Wochen geben die "Randfichten" ihr Jubiläumskonzert zum 20-jährigen Bestehen des Trios im Gasthof Obervogelgesang.

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Sonnenschirme statt regenfestes Zeltdach: Die Musikveranstaltungen im Gasthof Obervogelgesang dürfen nur noch unter freiem Himmel stattfinden.

Quelle: Daniel Förster

Pirna. Von Silvio Kuhnert

Im Festzelt können sie aber nicht auftreten. Das steht nicht mehr. "Ich durfte es von der Stadt aus nicht mehr nutzen", sagt er. Nun finden seine Veranstaltungen an der freien Luft auf seinem Grundstück statt. "Wie es nächstes Jahr weitergeht, weiß ich noch nicht", bedauert der Wirt.

Die Flinte ins Korn hat Matzke noch nicht geworfen. An seiner Seite steht die Interessengemeinschaft "Festzelt Obervogelgesang". Die treuen Fans haben erneut Unterschriften gesammelt. "Reichlich 400 sind bereits zusammengekommen", informiert Matzke. Und wie im vorigen Jahr wird erneut vor dem Rathaus demonstriert.

In der Stadtverwaltung sei eine Anmeldung für eine Demonstration eingegangen. "Sie soll am 13. September stattfinden", teilt Stadtsprecher Thomas Gockel mit. Gastwirt Matzke spricht nicht von einer "Demo". Er nennt die geplante Aktion eine "Bekundungsveranstaltung für das Festzelt". "17.30 Uhr beginnt sie auf dem Marktplatz", konkretisiert er. Im vergangenen Jahr demonstrierten Anfang September rund 100 Festzeltbefürworter. Die Interessengemeinschaft hatte rund 1500 Unterschriften für den Erhalt des Schlagerzelts gesammelt.

Die Stadtverwaltung dämpft zu große Erwartungen, dass Matzke sein Festzelt wieder aufbauen kann. Es gäbe keinen rechtlichen Spielraum, heißt es aus dem Rathaus. Bei dem Aufbau der kleinen Variante unmittelbar neben dem Gasthaus "ergab sich ein Konfliktpotential hinsichtlich des Brand- und Immissionsschutzes", teilt Stadtplaner Steffen Möhrs mit, der die untere Bauaufsichtsbehörde leitet. Ein großes Problem ist die Lautstärke. Die Stadt erlaubte zwar den Aufbau, forderte aber gleichzeitig Nachbesserungen beim Brand- und Lärmschutz. "Die weitere Nutzung musste untersagt werden, da keine vollständig prüffähigen Unterlagen vorgelegt werden konnten", berichtet Möhrs und beruft sich auf den engen Rahmen, den die Rechtsvorschriften vorgeben.

Auch für einen Wiederaufbau an der Elbwiese stehen die Karten schlecht. Im vergangen Jahr kam es zum Konflikt mit der Landesdirektion als oberste Naturschutzbehörde. Sie forderte den Abbau des Festzeltes, weil dessen Größe unter anderem gegen Bestimmungen des Landschaftschutzgebietes verstoße und das Landschaftsbild beeinträchtige. Eine Vertragslösung zwischen Landesdirektion und Matzke scheiterte.

"Die untere Bauaufsichtsbehörde der Stadt hat daraufhin die Unterlassung des Festzeltaufbaus in der Elbaue im Frühjahr angeordnet", berichtet Möhrs. Matzke wehrte sich vor dem Verwaltungsgericht in Dresden und verlor. Da das Zelt über vier Monate fest am gleichen Platz stehen sollte, stuften die Richter es nicht mehr als "fliegenden Bau" ein. Aber nur ein derartiger Bau darf temporär auf den Elbwiesen stehen. "Der Rechtsstreit liegt noch zur endgültigen Entscheidung beim Verwaltungsgericht Dresden", sagt Möhrs.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 01.09.2012

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