Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Google+
Oberschule Kötitz: teurer und später

Oberschule Kötitz: teurer und später

Der Erweiterungsbau an der Oberschule Kötitz kostet mehr und wird später fertig - diese zwei schlechten Nachrichten hat Bürgermeister Thomas Schubert (parteilos) Coswigs Stadträten auf ihrer jüngsten Sitzung aufgetischt.

Voriger Artikel
"Ski heil!" in Pirna
Nächster Artikel
Radebeuler Grafikmarkt: Kunstmekka in der Elbsporthalle

Das Archivbild zeigt den in die Jahre gekommenen Speisesaal, der an der Oberschule Kötitz einem zweistöckigem Erweiterungsbau geopfert wird.

Quelle: Archiv/Uwe Hofmann

Coswig. Ursprünglich war geplant, einen Neubau mit zwei Klassenräumen in Normgröße samt Nebenräumen und Toiletten sowie einen Speisesaal für etwa 875.000 Euro bis zu den Winterferien 2016 fertig zu haben. "Das ist aussichtslos", sagt Schubert nun, nachdem eine entsprechende Ausschreibung ernüchternde Ergebnisse gebracht hat. Dabei hatte sich nur ein Unternehmen für den Bauauftrag interessiert, und das zu einem deutlich höherem Preis. Nach langem Hin- und Her hat man nun den Coswiger Modulbauer Alho beauftragt - für insgesamt etwa 1,02 Millionen Euro. Der Bezug der dringend benötigten Räume ist erst zum Beginn des neuen Schuljahres 2016/17 möglich.

Im Coswiger Rathaus hat man sich lange geziert, in diesen sauren Apfel zu beißen. So ist nach der unbefriedigenden ersten Ausschreibung viel Zeit für Nachfragen bei übergeordneten Behörden verstrichen, ob man denn nicht den Auftrag beschränkt, das heißt ohne Ausschreibung, vergeben könnte. Hintergedanke dabei ist, dass Coswig so direkt mit im Rathaus bekannten, leistungsfähigen Firmen ins Gespräch kommen kann. Tatsächlich gab es für dieses Ansinnen von allen Seiten grünes Licht, dafür klemmte es an anderer Stelle: Keine der angefragten Unternehmen habe zusagen können, sich für den Auftrag zu bewerben, sagt Schubert. "Die Firmen haben anderweitig viel zu tun", erklärt er vieldeutig. Ein Verweis auf die Not vieler Kommunen, eilends winterfeste Quartiere für derzeit nur notdürftig untergebrachte Flüchtlinge zu errichten, die Bauunternehmen volle Auftragsbücher beschert. Für Coswig bedeutet das, dass man letztlich auf das Alho-Angebot zurückkam.

Dabei habe man sich die Verteuerung letztlich auch selbst zuzuschreiben, meint Schubert. Das liege vor allem an dem nachträglich geäußerten Wunsch, den Speisesaal größer zu fassen, damit die etwa 300 Kötitzer Schüler nicht in drei Schichten ihr Mittag essen müssen. Das habe die Baufläche um 90 Quadratmeter vergrößert, was sich eben in Mehrkosten niederschlage. Für diese zusätzlichen knapp 150.000 Euro wolle man jetzt nachträglich Fördermittel beantragen; maximal 40 Prozent der Baukosten werden vom Freistaat übernommen. Um alles in trockene Tücher zu bringen, ist allerdings noch ein Beschluss des Stadtrats erforderlich.

Die Notwendigkeit, die Schule zu erweitern, hatte sich relativ kurzfristig ergeben, weil sie entgegen anders lautender Prognosen in den letzten Jahren ein deutliches Anwachsen der Schülerzahlen zu verzeichnen hat (DNN berichteten). Das hat zum Anschwellen der früher dünn besetzten Klassen geführt, weshalb vor allem die kleinen Räume im ehemaligen Kötitzer Rathaus nicht mehr genügen. Sie sollen, sobald der Erweiterungsbau anstelle eines in die Jahre gekommenen Speisesaals entstanden ist, nur noch für Neigungskurse und dergleichen genutzt werden.

Uwe Hofmann

uwe hofmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News
Anzeige

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

Die Friedensburg gehört als fester Bestandteil zu Radebeul. Soll sie zukünftig wieder als Gaststätte genutzt werden? Und falls ja, wie genau? Sagen Sie uns Ihre Meinung und stimmen Sie ab! mehr