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Oberer Gasthof Weinböhla lädt wieder ein

Oberer Gasthof Weinböhla lädt wieder ein

Der Duft von Sächsischem Sauerbraten zieht wieder durch den Oberen Gasthof in Weinböhla. Vier Jahre, nachdem der damalige Betreiber das baufällige Wirtshaus dicht gemacht hatte, können Gäste wieder dort speisen.

Weinböhla.

Von Stephan Klingbeil

Weinböhla. Der Duft von Sächsischem Sauerbraten zieht wieder durch den Oberen Gasthof in Weinböhla. Vier Jahre, nachdem der damalige Betreiber das baufällige Wirtshaus dicht gemacht hatte, können Gäste wieder dort speisen. Die zwei Weinböhlaer Henry Maiwald und Ronny Knebel haben - zumindest schon aus dem vorderen Gasthofteil - ein schmuckes Kleinod gemacht, das auch barrierefrei ist. Die zwei Freunde, die früher bei Motor Sörnewitz Fußball spielten, hoffen, dass Radtouristen und Weinböhlaer den Weg dorthin finden.

Kümmert sich Knebel, der frühere Chef des Dresdner Clubs "Blue" am Altmarkt um die Gastronomie, ist Hausverwalter Maiwald Eigentümer. Er hatte das Haus 2011 gekauft, seit Januar wird der 1879 errichtete und schrittweise erweiterte Bau saniert. Von dem alten Gasthof, der nur im Zweiten Weltkrieg nicht als solcher, sondern als Gefängnis genutzt wurde, ist im Inneren nur noch wenig erhalten. Der grüne Kachelofen und die urige Stammtischlampe sind geblieben, ebenso Teile des Originalparketts.

Doch sonst ist vieles neu. Die alte Holzvertäfelung im Restaurant im Erdgeschoss fiel weg, Wände sind nun freundlich hell gestaltet. Große Fenster im hinteren Teil lassen Tageslicht in die Räume fluten. Tresen, Stühle und Tische sind weiterhin aus Holz. "Es sollte teils rustikal, teils modern sein", sagt Knebel. Dafür haben die Betreiber viel investiert. Bis dato seien es fast 500 000 Euro gewesen. Das Geld wurde für den Umbau von Wirtshaus, Umfeld und Anbauten ausgegeben, Platz für 50 Parkplätze wurde ebenso geschaffen.

Im Anbau, in dem einst eine Sportbar untergebracht war, ist eine gemütliche Raucher-Zone geplant, sagt der Raucher Knebel. Baulich abgetrennt soll in dem Gebäudeteil ferner eine kleine Boutique entstehen, die Maiwalds Frau Susanne betreiben will.

Doch zunächst sollen die Arbeiten im Obergeschoss des vorderen Gasthofteils beendet werden. Dort ist ein ebenfalls hell gestalteter Gesellschaftsraum für Feiern vorgesehen. Erste Anfragen gebe es dafür schon. Auf einen Zeitpunkt für die Einweihung mag sich der 36-Jährige Knebel nicht festlegen. Denn es gab Verzögerungen im Bauablauf.

Die denkmalgerechte Sanierung des Saals steht noch aus. Veranstalter Steffen Mendrok aus Weinböhla hofft, dass dort im Herbst 2013 Künstler auftreten. Der für kommenden März geplante Auftritt von Comedian Olaf Schubert wurde aber schon abgesagt. Ob die Karnevalisten 2013 an ihrer alten Heimstätte feiern können, ist noch offen. Geplant ist aber bereits, dass in dem Saal für 275 Gäste das Projektkino im Winter Filme zeigt.

Essen und Trinken können die Besucher aber schon im Oberen Gasthof, an den sich nach der Sanierung außerdem ein größerer Biergarten und ein Spielplatz anschließen. "Wir wollten das Rad aber nicht neu erfinden, bieten weiterhin gut bürgerliche Küche an", sagt der gelernte Koch und Betriebswirt Knebel.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.11.2012

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