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OB Wendsche plädiert für "gelebte Vielfalt" in Radebeul

OB Wendsche plädiert für "gelebte Vielfalt" in Radebeul

Das 25-jährige Jubiläum der Deutschen Einheit hat Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) in das Zentrum seiner Rede zum gestrigen Neujahrsempfang in den Landesbühnen Sachsen gestellt.

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Auch den Gymnasiasten des Luisenstifts gehörte beim Neujahrsempfang die Bühne. Sie setzten sich tänzerisch mit den Themen Ausgrenzung und Integration in Schule und Gesellschaft auseinander.

Quelle: Dietrich Flechtner

Nachdem sich Schüler des Gymnasiums Luisenstift beim "Tanz aus der Reihe" künstlerisch mit den Themen Ausgrenzung und Integration beschäftigt hatten, erinnerte OB Wendsche zunächst an die runden Tische in der untergehenden DDR. Sie hätten die "Friedliche Revolution" erst zur unblutigen Wende gemacht, so der OB. "Miteinander reden war der Lösungsweg, nicht gegeneinander demonstrieren", sagte Wendsche. Diese Worte lassen sich auf weltpolitische Konflikte münzen, aber auch auf die islamkritischen Pegida-Demonstrationen im nahen Dresden. Wendsche versteht sie auch als Maßgabe für den Umgang der Radebeuler untereinander. Als Gegenbeispiel zählte er einige Ereignisse aus dem Stadtrat auf, die pikanterweise alle mit NPD-Stadträtin Petra Müller zu tun hatten. Sie hatte dem viel zu jung verstorbenen SPD-Stadtrat David Schmidt die Ehrbezeugung verweigert, weil dieser zuvor vor ihr ausgespuckt hatte. Beides kritisierte Wendsche nun erneut, ebenso wie die Debatte um den Stadträtinnenkalender der Gleichstellungsbeauftragten, bei der Müller das August-Kalenderblatt gewidmet ist. Eine "nur formale" Gleichbehandlung dürfe es nicht geben, auch nicht mit politisch Andersdenkenden, mahnte der OB.

Kritisch sieht Wendsche auch das Ansinnen, trotz Rekord-Steuereinnahmen neue Abgaben einzuführen: "Maut, Bankenabgabe, Brennelementesteuer, Feuerwehrabgabe, Grundsteuererhöhung und, und, und", zählte er auf. "Doch wenn die öffentliche Hand in diesen Zeiten nicht mit ihrem Geld, ihrem Anteil am gesamtgesellschaftlichen Reichtum auskommt, wann dann?".

Für Radebeul käme das trotz auslaufenden Solidarpakt nicht in Frage. Dennoch wolle man ein ehrgeiziges Investitionsprogramm stemmen. Als Beispiele nannte OB Wendsche Abschluss der Sanierungen der Grundschulen Naundorf und Friedrich-Schiller sowie die beginnenden Arbeiten am Pestalozzihaus des Lößnitzgymnasiums, außer- dem den "lang ersehnten grundhafte Ausbau der Kötzschenbrodaer Straße", die Sanierung des Historischen Rathauses und die Installation einer neuen Touristinformation in Radebeul-Ost.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.01.2015

Uwe Hofmann

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