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OB Hanke möchte Volkshaus-Saal in Pirna wiederbeleben

Vision für zweite Amtszeit OB Hanke möchte Volkshaus-Saal in Pirna wiederbeleben

Viele Pirnaer sehnen sich nach einem Kulturhaus mit Theatervorstellungen, Musikkonzerten und Tanzveranstaltungen. Zudem sind der Ü-30-Party die bisherigen Feierräumlichkeiten wegen Lärmproblemen verloren gegangen. Eine Lösung sieht OB Klaus-Peter Hanke in der Wiederbelebung des Volkshauses.

OB Klaus-Peter Hanke möchte in dem 1986 geschlossenen Veranstaltungssaal des Volkshauses das Licht wieder anknipsen.

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna. „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“, meinte einmal Helmut Schmidt. Manchmal genügt auch ein Besuch im Wirtshaus, genauer gesagt im „Weißen Roß“ an der B172 in Pirna. Dort präsentierte Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke (parteilos) am Freitag seine Vision für die kommenden sieben Jahre, wenn er von den Pirnaern am 15. Januar 2017 im Amt bestätigt werden sollte. Und dies ist ein neues Kulturhaus bzw. die Wiederbelebung einer „alten“ Kulturstätte, und zwar das Volkshaus. „Die Chancen stehen sehr gut, die Veranstaltungsstätte ’Weißes Roß’ wieder in Betrieb nehmen zu können“, sagte Hanke.

Der Wunsch nach einem Veranstaltungsort mit einem großen Saal für Theater, Musik und Tanz besteht in Pirna schon viele Jahre. Mit der Herderhalle haben die Pirnaer bis heute nicht wirklich ihren Frieden geschlossen. Sie ist ein Mehrzweckbau, der auch für Sport genutzt wird. Und die Atmosphäre einer Turnhalle kann man auch mit der besten Lichttechnik und aufwendigsten Dekoration nicht wettmachen. „Wir benötigen einen Veranstaltungssaal, der nicht den Spagat zwischen Sport und Kultur machen muss“, so Hanke.

Wie jüngste Lärmschutzmessungen ergaben, dringt gerade bei Disco-Veranstaltungen zuviel Schall nach außen. So musste die beliebte Ü-30-Party aus der Herderhalle verbannt werden. Einen Ersatzort kann die Stadt gegenwärtig nicht bieten. Eine Wiederbelebung des ehemaligen Kreiskulturhauses Tannensäle war gescheitert.

Als das Lärmproblem bei der Herderhalle aufkam, schaute sich Hanke nach Veranstaltungsstätten in Pirna um, und in den Fokus rückte als einzige machbare Alternative das „Weiße Roß“. Von der Bundesstraße aus sind die Dimensionen des Objekts kaum ersichtlich. Denn das Haus verfügt nicht nur über die Gaststube. Es besitzt einen 1903 errichteten Saal, wo zum Schwof 400 Tanzwillige neben ausreichend Beinfreiheit auf der Tanzfläche auch einen Sitzplatz an einem der Tische vorfanden, eine Kegelbahn, die von ihrer Größe her Wettkampfbedingungen erfüllt, Gesellschaftsräume sowie eine große Küche. Der Saal musste 1986 schließen. „Die Heizung war kaputt gegangen und es fehlte damals das Material, sie zu reparieren“, berichtete Klemens Kosok, der das Volkshaus seit Anfang 1980 betreibt und sich nun langsam in den Ruhestand verabschieden möchte.

Die Voraussetzungen für eine Reaktivierung als Kulturhaus sind aus Sicht OB Hankes sehr gut: „Ein Vorteil ist das öffentliche Parkhaus in unmittelbarer Nähe.“ Damit könne der An- und Abfahrtsverkehr sowie der dabei entstehende Krach unproblematisch gelöst werden. Zudem befindet sich das Objekt in einem Stadtumbaugebiet, was auf Fördermittel hoffen lässt.

Nach einer Wiederwahl möchte Hanke die Untersuchungen zur Machbarkeit weiter intensivieren. Ihm schwebt vor, dass beispielsweise die Kultur- und Tourismusgesellschaft das Gebäude und den Veranstaltungssaal eines Tages betreibt und in die vorhandenen Büroräume ihren Sitz verlegt.

Von Silvio Kuhnert

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