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Noch viel Ausbaubedarf fürs Internet in Ostsachsen

Noch viel Ausbaubedarf fürs Internet in Ostsachsen

Klaus Tittel hört es überall. Der Bedarf an schnellen Internetverbindungen treibt die kleinen Unternehmer um im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

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Die Karte zeigt die DSL-Netze in Sachsen.

Dresden/Pirna. "Wer da nicht am Ball ist, der hat keine Chance auf dem Markt", erklärt der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft in Pirna gegenüber DNN.

Das weiß auch der Freistaat. Um die Entwicklung weiter voranzubringen, hat das Wirtschaftsministerium gestern den neuen Breitbandatlas im Internet freigeschaltet. Die Digitalisierung fast aller Lebensbereiche einschließlich Wirtschaft und Industrie sei das zentrale Thema unserer Zeit. "Eine flächendeckende Versorgung mit Breitband-Internetanschlüssen ist die wichtigste Voraussetzung dafür, dass das High-Tech- und Innovationsland Sachsen gut dafür gerüstet ist und wettbewerbsfähig bleibt", so Staatssekretär Stefan Brangs.

Mit dem Breitbandatlas werde interessierten Bürgern, Unternehmen und Kommunen nun eine Plattform zur Verfügung gestellt, um sich noch besser über die aktuelle Situation und die Fortschritte beim Breitbandausbau in ihrer Umgebung informieren zu können. Die Verfügbarkeit von Breitband-Anschlüssen werde mit einer Genauigkeit von 250 Metern dargestellt. "Mit dieser Transparenz erhoffen wir uns auch eine noch stärkere Sensibilisierung für den Breitbandausbau als Schlüsselinfrastruktur für Sachsen", erklärte Brangs.

Der Atlas ermöglicht über die Internetseite www.digitale.offensive.sachsen.de den freien Zugriff auf entsprechende Karten. Darüber hinaus sind über das neue Online-Angebot für das Gebiet jeder sächsischen Kommune weitere Informationen zum aktuellen Stand des Breitbandausbaus verfügbar.

Mitte 2014 hatten knapp 55 Prozent der Sachsen (Datenquelle: BMVI/TÜV Rheinland) Zugang zu Internet mit Übertragungsraten von mindestens 30 Mbit pro Sekunde (Download). Hier besteht laut Wirtschaftsministerium im nationalen Vergleich ein erheblicher Ausbaubedarf. Vor allem in ländlichen Regionen sind dafür massive Investitionen nötig. Zur Vorbereitung dafür hat der Freistaat in der Vergangenheit zunächst vor allem Bedarfs- und Verfügbarkeitsanalysen unterstützt. Daran hatte es teilweise auch Kritik gegeben. Weil Investitionsankündigungen von Telekommunikationsunternehmen in die Infrastruktur nicht verbindlich genug vorgelegt werden müssten, könnten sich Verzögerungen beim Netzausbau ergeben, wenn sich nach der Frist von drei Jahren dann herausstelle, dass der Investor nicht aktiv geworden sei. Bei diesen Bestimmungen ist es aber bislang geblieben.

Die Europäische Union drängt darauf, dass bis 2020 alle EU-Bürger mit Breitbandanschlüssen von mindestens 30 Mbit pro Sekunde versorgt werden. Bislang fehlt dazu noch einiges (siehe Karte). Schnelles Internet sei aus der wirtschaftlichen Praxis für Handwerker, Dienstleister oder auch Hoteliers "einfach nicht mehr wegzudenken", meint Handwerker Tittel. Und fügt hinzu: "Viele wären auch froh, wenn das Glasfaserkabel doch noch kommt, um von teuren Funkverbindungen zum Internet wegzukommen."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.01.2015

Ingolf Pleil

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