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Niederwarthaer Brücke soll wieder Licht aufgehen

Niederwarthaer Brücke soll wieder Licht aufgehen

Das Ende der dunklen Zeit naht. Zumindest auf der Niederwarthaer Brücke. Deren Beleuchtung ist Mitte Dezember ausgefallen, wovon das Landratsamt Meißen Ende Dezember Wind bekommen hat.

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Der Fußweg entlang der benachbarten Bahnbrücke ist hell erleuchtet, die Straßenbrücke (kleines Foto unten) mit ihren Seilen liegt dagegen im Dunkeln. In der nächsten Woche soll die Schrägseilbrücke aber wieder wie gewohnt leuchten.

Quelle: Martin Förster

Die Ursache war schnell ausgemacht: Ein defekter Dämmerungsschalter ist Schuld daran, dass die Ende 2011 ans Straßennetz angeschlossene Brücke nur noch von den Scheinwerfern sie passierender Autos beleuchtet wird. Das Kreisstraßenbauamt habe seit Bekanntwerden der Störung mehrfach versucht, den Dämmerungsschalter zu reparieren oder neu einzustellen - leider ohne Erfolg, wie Carsten Gey, Sachgebietsleiter für Betrieb und Verkehr im Landratsamt, auf DNN-Anfrage mitteilt. Daraufhin habe das Kreisstraßenbauamt eine Wartungsfirma mit der Beschaffung eines Ersatzteils beauftragt. "Da keine Lagerwirtschaft mehr betrieben wird, sind Lieferfristen zu beachten", heißt es knapp auf die Frage, was denn da so lange dauert.

Für die Coswiger Familie Walther ist der wochenlange Beleuchtungsausfall gerade in der dunklen Jahreszeit nicht wirklich hinzunehmen. Zumal es zuvor schon mehrfach einen kurzzeitigen Ausfall der Beleuchtung gegeben habe, wie sie der DNN-Redaktion in einem Schreiben mitteilt. "Aus unserer Sicht sollte neben der Peinlichkeit, dass an einem neuen Bauwerk die Beleuchtung ständig ausfällt, auch ein Sicherheitsproblem mit hineingreifen", heißt es in dem Schreiben.

Das sieht das Landratsamt anders. Außerhalb von Ortschaften gelte keine Pflicht, Straßen zu beleuchten. Zur Orientierung müssten die Elemente genügen, die man von Bundesstraßen kennt: Fahrbahnmarkierung, Leitpfosten, Verkehrszeichen. Tatsächlich werden auf der Niederwarthaer Brücke, die Sachsens erste Schrägseilbrücke ist, primär nicht die Fahrbahnen beleuchtet, sondern die Seile illuminiert. Was allerdings, so es denn funktioniert, das Überqueren der Brücke bei Dunkelheit deutlich erleichtert. Dennoch: Da jegliche Verpflichtung zur Erleuchtung der Brücke fehlt, kann man sich bei der Reparatur Zeit lassen. Das erklärt auch, warum es zu keiner provisorischen Lösung gekommen ist, bei der etwa Baulampen für den Durchblick sorgen. So eine Übergangsregelung hatte sich Familie Walther gewünscht.

Bleibt die Kostenfrage. Dazu sei derzeit noch nichts zu sagen, da die Reparatur noch laufe, teilt Sachgebietsleiter Gey aus dem Landratsamt mit. Nicht geklärt ist ebenfalls, ob die Instandsetzung durch die Gewährleistung gedeckt ist. Das werde noch geprüft, heißt es. Die Niederwarthaer Brücke hat inklusive Vorbrücken rund 40 Millionen Euro gekostet. Vor ihrer Eröffnung stand sie drei Jahre ohne jede Verbindung zum Ufer da, weil die Vorbrücken im Sinne eines besseren Hochwasserschutzes überarbeitet werden mussten. Wegen der damit verbundenen Kostenexplosion hat es das 366 Meter lange Bauwerk 2011 in den sächsischen Steuerverschwendungsatlas geschafft.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.02.2015

Uwe Hofmann

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