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Neues Wolfsrudel im Hohwald bei Neustadt und drei tote Schafe bei Malschwitz

Neues Wolfsrudel im Hohwald bei Neustadt und drei tote Schafe bei Malschwitz

In der Nacht zum Sonntag sind in Malschwitz (Landkreis Bautzen) drei Schafe von einem Wolf gerissen worden. Das teilte das Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz am Dienstag mit.

Dresden .

Die Schafe seien am Ortsrand auf einer Koppel gehalten worden, die nur unzureichend gegen Wölfe gesichert gewesen sei. Die Koppel war auf einer Seite nur durch einen Teich begrenzt. Gewässer stellen nach Angaben der Experten für Wölfe kein Hindernis dar.

Zudem gilt es laut Kontaktbüro nun als erwiesen, dass im Hohwald bei Neustadt (Sachsen) ein Wolfsrudel lebt. In dem Gebiet im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge war a, 14. Oktober ein einzelner erwachsener Wolf mit einer automatisch auslösenden Kamera (Fotofalle) nachgewiesen wurden. Nun konnte durch Fotos eines Schafhalters ein Welpe in dem Gebiet bestätigt werden (DNN berichteten). Damit sei der Beweis erbracht, dass sich in der Hohwald-Region eine Wolfsfamilie gegründet hat, wie von einigen Bürgern bereits vermutet wurde. Mit dem "Hohwaldrudel" leben aktuell in Sachsen sieben Wolfsrudel und ein Wolfspaar bei dem noch nicht bekannt ist, ob es Welpen führt. Das Kontaktbüro begleitet die Wiederansiedlung des Wolfes in Sachsen mit Öffentlichkeitsarbeit und wissenschaftlichen Tätigkeiten.

Ein Wolfsrudel bestehe in der Regel aus einem Elternpaar, das meist auf Lebenszeit verbunden ist, und seinen Nachkommen. Das Elternpaar lebt dauerhaft in seinem angestammten Revier, während die Jungwölfe das Elternrevier in der Regel im Alter von 1-2 Jahren verlassen.

Vor einer Woche waren bei einer Informationsveranstaltung für Einwohner der Region Neustadt erhebliche Ängste im Zusammenhang mit der Ansiedlung des Raubtieres laut geworden. Wie berichtet, fürchten vor allem Viehzüchter um ihre Existenz. Der Freistaat weist dann auf Fördermöglichkeiten für Sicherungsmaßnahmen und auf den Ersatz von Schäden hin. Die Tierhalter fühlen sich dennoch im Stich gelassen und beklagen lange Antragsverfahren. Teilweise trauen sich die Menschen nach eigenen Angaben nicht mehr zu Spaziergängen in den Wald oder fürchten um die Sicherheit ihrer Kinder. Nach Angaben der Experten aus dem Kontaktbüro ist der Wolf grundsätzliche keine Gefahr für den Menschen. Das scheue Tier vermeide eher den Kontakt. Es sollte aber vermieden werden, den Wolf etwa durch frei zugängliche Abfälle von Tieren anzufüttern. Ingolf Pleil

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.11.2012

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