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Neues Begegnungszentrum in Coswig: "Casa Bohemica" neben Villa Teresa

Neues Begegnungszentrum in Coswig: "Casa Bohemica" neben Villa Teresa

"Es geht darum, unsere Beziehungen zu einer handfesten Partnerschaft weiterzuentwickeln", sagt Lenka Lizlova. Die Bürgermeisterin von Losovice, seit 1995 Partnerstadt Coswigs in Tschechien, weilt derzeit in der Großen Kreisstadt, um ein gemeinsames Projekt anzuschieben.

Coswig.

Von Uwe Hofmann

Dabei handelt es sich - ganz "handfest" - um Investitionen in beiden Elbstädten. Für je 400 000 Euro sollen beiderseits der Grenze Begegnungsstätten entstehen, in denen sich jeweils die Partnerstadt präsentiert. Auf die Art können Coswig und Lovosice in einen europäischen Fördertopf greifen, der eine Förderquote von 85 Prozent ermöglicht.

In Coswig dreht es sich dabei um das unsanierte Nebengebäude der Villa Teresa, das bisher ein Dasein als Lagerraum fristet. Dabei könnte die Lage neben dem Kötitzer Veranstaltungshaus am Eingang des großzügigen Parks viel mehr ermöglichen. Mit den EU-Mitteln soll das Gebäude saniert und zum kulturellen Zentrum ausgebaut werden. Ein Name ist schon gefunden: "Casa Bohemica", was sich mit "böhmische Hütte" übersetzen lässt. Neben einer Ausstellung über die Partnerstadt soll sie eine Touristinformation beherbergen, sagt Oberbürgermeister Frank Neupold (parteilos). Zwar erhalten Reisende derzeit schon im Rathaus Informationen, im viel näher am Elberadweg gelegenen Kötitz aber nicht. Da die Villa-Chefin Christiane Matthé auch für die Casa zuständig sein soll, sind kulturelle Veranstaltungen denkbar. OB Neupolds Überlegungen gehen noch weiter: "Das soll eine richtige Begegnungsstätte werden, wo auch Empfänge stattfinden können", sagt er. Allerdings muss vorher noch der Stadtrat seine Zustimmung geben.

Die Pläne auf tschechischer Seite sehen ähnlich aus. Dort geht es um einen Jugendstil-Saal im alten Rathaus. Das Gebäude ist äußerlich saniert, der Saal aber noch nicht. "Er soll zu einer Touristinformation und zum Zentrum unserer Partnerschaft werden", sagt Bürgermeisterin Lizlova. Dazu sei eine Ausstellung geplant, die Coswig vorstelle und alles, was beide Orte verbinde. "Die Elbe, Weinbau, Schifffahrt", fallen Lizlova dafür auf Anhieb ein. Auch kulturelle und sportliche Veranstaltungen in dem Saal seien denkbar, der laut Lizlova etwas kleiner als der große Saal der Börse Coswig ist.

Mitte 2012 kann mit den Förderbescheiden gerechnet werden, danach soll in beiden Städten parallel gebaut werden. Im darauf folgenden Jahr könnten beide Begegnungszentren dann arbeiten. Spätestens dann soll das Projekt auch die Bewohner beider Städte erreichen und zu gegenseitigen Besuchen anregen. "Darum geht es ja schließlich, dass die einfachen Menschen sich miteinander austauschen", begründet OB Neupold. Ansätze dazu gibt es: Heute tourt ein Reisebus mit 50 Tschechen durch Coswig.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.11.2011

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