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Neue Tourist-Info in Radebeul-Ost wird teurer

Neue Tourist-Info in Radebeul-Ost wird teurer

Der Umzug der Tourist-Info von den Landesbühnen an die Hauptstraße in Radebeul-Ost wird teurer. Weil Fördermittel nicht wie gewünscht fließen, kommen auf die Stadtkasse rund 90 000 Euro Mehrkosten zu.

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Quelle: Uwe Hofmann

Von insgesamt rund 630 000 Euro für den Umbau der ehemaligen Commerzbank-Filiale an der Hauptstraße zahlt Radebeul nun rund 280 000 Euro. Für den Erwerb des Gebäudes musste die Stadtkasse im vorigen Jahr zudem rund 265 000 Euro berappen.

Dabei darf Radebeul mit seinem Projekt kräftig in den Fördermitteltopf greifen, nur eben nicht in den richtigen. "Wir wären sehr begeistert gewesen, wenn die Fachförderung das übernommen hätte", sagt Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos). Das hätte eine Förderquote von 75 Prozent bedeutet. Die darf allerdings - anders als zuvor gedacht - nicht fürs Gesamtprojekt, sondern nur für wirklich touristisch relevante Dinge in Anspruch genommen werden, also vor allem für den im Erdgeschoss geplanten Publikumsbereich, wo Touristen sich informieren können.

Die im Obergeschoss liegenden Funktionsräume, in denen etwa Touri-Leiterin Heike Thiele und auch der Marktleiter ihre Büro haben, fallen dagegen genauso aus der Fachförderung wie die generellen Sanierungsausgaben für das Gebäude. Dafür wird die Städtebauförderung angezapft, die jedoch nur 40 Prozent Fördermittel einbringt.

Immerhin gibt es einen Pluspunkt: Die Fachförderung zahlt - ebenfalls anders als zuvor gedacht - auch die Möblierung des Publikumsraumes und die Ausschilderung der Touristen-Information vom Bahnhof Radebeul-Ost aus, so dass von den dafür benötigten 35 000 Euro nur rund 8800 Euro auf die Stadtkasse entfallen.

Mit diesem neu gestrickten Finanzierungsplan will die Stadt nun endlich Tatsachen schaffen. Denn eigentlich sollte schon in diesem Jahr alles erledigt sein. Da sich das wegen der Förderschwierigkeiten als illusorisch erwies, hatte man vor Monaten schon den im Januar auslaufenden Mietvertrag bei den Landesbühnen um ein Jahr verlängert. Allzu viel Zeit will man sich dennoch nicht lassen, um mit den Bauarbeiten zu beginnen.

Am auffälligsten wird dabei die Verlegung des Eingangs sein. Er liegt derzeit auf der Straßenseite, wo Treppen und eine Rampe für Kinderwagen und Rollstuhlfahrer auf den Fußweg führen. Diese Anlagen sollen verschwinden, da die Stadtverwaltung breite Fußwege auf der Einkaufsmeile Hauptstraße wünscht und mit gutem Beispiel vorangehen will. Der neue Eingang wird auf die Südseite des Gebäudes gelegt, wo jetzt eine kleine umzäunte Grünfläche sieht. Das ist auch das erste, was ein Tourist vom künftigen Infopunkt sieht, wenn er vom Bahnhof kommt.

Trotz der Kostensteigerung halten die Stadträte am Umzug vom ungeliebten Standort in Radebeul-Mitte fest. "Das liegt im Stadtzentrum, der Punkt ist goldrichtig", lobt etwa FDP-Stadtrat Frank Sparbert die neue Adresse. Kritik kommt von SPD-Fraktions-Chef Thomas Gey: "Was uns die Zustimmung schwer macht ist die Frage, was noch an Kosten auf uns zukommt." Ihm fehlten Informationen zum Gesamtkonzept.

Tatsächlich ist der Weggang der Tourismuszentrale vom alten, schwach besuchten Standort nur der erste Schritt. Es sollen zwei Außenstellen der Tourist-Info entstehen, eine im städtischen Weingut Hoflößnitz, eine in Kötzschenbroda, das mit seinem Dorfanger und dem beliebten Herbst- und Weinfest sowie dem Weihnachtsmarkt so etwas wie das touristische Zentrum Radebeuls darstellt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.10.2014

Uwe Hofmann

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