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Neue Hochspannungstrasse ins Osterzgebirge soll bis Ende des Jahres stehen

Stromversorgung Neue Hochspannungstrasse ins Osterzgebirge soll bis Ende des Jahres stehen

Die Enso Netz GmbH lässt seit nunmehr fast zwei Jahren das Hochspannungsnetz von Dresden ins Osterzgebirge erneuern. Zurzeit wird die neue und leistungsstärkere Leitung bei Reinhardtsgrimma gespannt. Bis Ende des Jahres sollen die Arbeiten an der neuen Trasse abgeschlossen sein. Bislang verlief alles nach Plan.

Bei Reinhardtsgrimma lässt die Enso Netz GmbH derzeit die neuen Hochspannungsleitungen spannen.

Quelle: Enso Netz

OSterzgebirge. Die neue Stromtrasse der Enso Netz GmbH nähert sich dem Osterzgebirge immer weiter an. Nachdem 2014 die Freileitung zwischen Dresden-Süd und Reinhardtsgrimma erneuert wurde und im vergangenen Jahr eine neue Hochspannungs-Verbindung von Reinhardtsgrimma nach Ulberndorf entstand, ist jetzt der Leitungsabschnitt zwischen Reinhardtsgrimma und Hirschsprung bei Altenberg an der Reihe. „Auf der dreizehn Kilometer langen Trasse werden 52 neue Masten – statt bisher 59 – aufgestellt“, teilt Enso-Sprecherin Claudia Kuba mit. Zwischen Grimmscher Hauptstraße in Reinhardtsgrimma und dem Wanderweg „Alte Eisenstraße“ in Cunnersdorf stehen die Strommasten bereits. Hier werden die neuen Leitungen derzeit gespannt.

Die Enso rüstet seit nunmehr bald zwei Jahren die Hochspannungsleitung ins Osterzgebirge für die Zukunft. Von Dresden bis Altenberg werden bis 2017 rund 24 Kilometer Freiluftleitungen erneuert, das Umspannwerk in Ulberndorf komplett umgebaut sowie eine acht Kilometer lange neue Trasse errichtet. Dafür geht eine über 90 Jahre alte Leitungsstrecke für immer vom Netz. Die neuen Kabel der 110-Kilovolt-Leitung sind viel stärker als die bisherigen Stränge. Durch den größeren Leitungsquerschnitt kann künftig mehr Strom transportiert werden. Die nächsten 100 Jahre soll die neue Leitung nicht nur halten, sondern auch für die steigenden Leistungsanforderungen ans Stromnetz z.B. durch die Einspeisung von Strom aus Windenergie und Solaranlagen gewappnet sein.

Nach dem Abschnitt von Reinhardtsgrimma nach Cunnersdorf beginnen die Arbeiten mit Gründungen und Fundamentbau zwischen Falkenhain und Hirschsprung. „Ab Mitte Juni baut Enso Netz dann die westlich der Stadt Glashütte verlaufende 110-Kilovolt-Freileitung auf gleicher Trasse neu. Die alten Masten werden abschnittsweise zurückgebaut“, informiert Cuba. Bis Ende des Jahres soll der Leitungsbau planmäßig abgeschlossen sein.

Der Strom fürs Osterzgebirge kommt aus dem Umspannwerk in Dresden-Süd. In Höhe der Ampelkreuzung Bundesstraße 172/Autobahnzubringer zur Anschlussstelle Heidenau teilt sich bislang die Trasse. Der eine Strang führt bis Ruppendorf. Die Strecke stammt aus dem Jahr 1921. Ab Ruppendorf fließt der Strom weiter über Ulberndorf bis zum Altenberger Ortsteil Hirschsprung. Die zweite Hochspannungsleitung verläuft ab der B 172 über Borthen, Maxen, Reinhardtsgrimma und Glashütte nach Altenberg. Sie ist in den 1950er Jahren entstanden.

Im kommenden Jahr wird die komplette Leitung aus den 1920er Jahren auf einer Länge von 36 Kilometern zurückgebaut 155 Masten verschwinden von Lockwitz über Ruppendorf, Ulberndorf bis Altenberg aus dem Landschaftbild. In die Neustrukturierung des Stromnetzes investiert der Energieversorger Enso zwischen 2014 und 2017 rund 17,5 Millionen Euro. Davon fließen 4,5 Millionen Euro in die Erneuerung des Umspannwerkes Ulberndorf, was in diesem Jahr bereits abgeschlossen wird.

Von Silvio Kuhnert

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