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Neue Elektroladestation in Bad Schandau ist die erste mit Gleichstrom in Ostsachsen

Elektromobilität Neue Elektroladestation in Bad Schandau ist die erste mit Gleichstrom in Ostsachsen

Bad Schandau verfügt jetzt über eine öffentliche Elektroladestation. Sie ist die erste Zapfsäule im Gebiet des Energieversorgers Enso, die über eine Gleichstromsteckdose verfügt. Stromtanken geht damit nun wesentlich schneller.

Bürgermeister Thomas Kunack „tankt“ an der neuen Elektroladestation vor dem Rathaus das E-Auto auf, welches Frank Arnold, Vertriebsleiter bei der Enso, ein Jahr lang der Kommune zur Verfügung stellt.
 

Quelle: Silvio Kuhnert

Bad Schandau.  Besucher der Stadt Bad Schandau können im Kurort nun Strom tanken. Der Energieversorger Enso hat am Dienstag eine Elektroladestation in Betrieb genommen. Sie steht vor dem Rathaus und ist quasi die neue Generation von Stromzapfsäulen in Ostsachsen. Denn sie bietet nicht nur Wechsel-, sondern erstmals auch Gleichstrom im Enso-Gebiet an. „Das ermöglicht ein fünf Mal schnelleres aufladen des Fahrzeuges“, sagte Carsten Wald, Projektleiter bei Enso-Netz.

Bislang verfügten die zwölf öffentlichen E-Tankstationen des Stromversogers über herkömmliche Schukosteckdosen. Vier bis sechs Stunden müssen Fahrer von Elektroautos Zeit einplanen, bis die Batterie wieder voll ist. Zwei Schukodosen gibt es auch an der neuen und dreizehnten Enso-Ladestation. Sie hat aber noch eine Dose für Gleichstrom mit zwei vor Ort bereitgestellten Steckern – das asiatisch/amerikanische sowie das europäische Modell. Somit können insgesamt drei Fahrzeuge gleichzeitig in Bad Schandau Strom tanken. Mit Gleichstrom geht das Aufladen weit schneller, wenn die Batterie leer ist. „Bei einem Kleinfahrzeug ist der Tankfüllstand in einer halben Stunde wieder bei 80 Prozent“, informierte Wald. Rund 30000 Euro hat die Enso in die Säule investiert. Die Stadt Altenberg soll ebenfalls so eine Kombi-Station erhalten.

E-Mobilität steckt in Sachsen noch in den Kinderschuhen. Die Anzahl zugelassener Elektrofahrzeuge liegt im Freistaat derzeit bei über 860. Auf rund 100 schätzt Wald die Zahl im Enso-Gebiet. Bis zu 90 Prozent werden E-Autos im privaten Bereich aufgeladen, also zu Hause. Um aber auch Unterwegs den Fahrern das Stromtanken zu ermöglichen, entwickelt das Energieunternehmen nach und nach eine Infrastruktur an Ladesäulen. 13 sind jetzt in Betrieb. Davon stehen drei in der Sächsischen Schweiz, und zwar neben Bad Schandau noch am Elbeparkplatz im Kurort Rathen sowie auf dem Marktplatz in Sebnitz. Darüber hinaus gibt es im Landkreisgebiet noch Stationen in Tharandt sowie Glashütte. Beobachtete die Enso im Jahr 2013 noch null Landetransaktionen an allen ihren öffentlichen Zapfsäulen, so werden sie zurzeit im Schnitt monatlich 60 Mal in Anspruch genommen. Die meisten Ladevorgänge finden in Radebeul, Moritzburg und Rathen statt. Wald ist zuversichtlich, dass Bad Schandau bald zu diesem Kreis gehören wird.

„Wir freuen uns, dass es nun eine Ladestation in der Stadt gibt. Aus touristischer Sicht bereichert es das Angebot für unsere Gäste. Sie können nun ihre Fahrzeuge hier aufladen. Dieses Angebot steht natürlich allen Bürgern zur Verfügung, die elektrisch unterwegs sind“, sagte Bürgermeister Thomas Kunack (parteilos). Er und seine Verwaltung testen nun ein Jahr lang selbst ein E-Fahrzeug.

Von Silvio Kuhnert

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