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Netzportal weist Radebeuler Senioren den Weg

Netzportal weist Radebeuler Senioren den Weg

Eine bessere Bündelung von Angeboten für ältere Einwohner soll es künftig in Radebeul geben. Dabei helfen soll ein Seniorenwegweiser, der auf der Internetseite der Stadt zu finden sein wird.

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Sind mutmaßlich schon ganz erpicht auf einen Seniorenwegweiser im Internet: Rentner im "Betreuten Wohnen Lößnitzblick" beim Kartenspiel.

Quelle: Martin Förster

Radebeul. Von Stephan Klingbeil

Der Stadtrat hat sich nun mehrheitlich dafür ausgesprochen. Auch soll 2013 eine Druckausgabe des Wegweisers erhältlich sein. Bisherige Rückmeldungen für entsprechende Angebote sind aber laut Stadt spärlich.

Der Online-Seniorenwegweiser beinhaltet etwa eine einfache Suchmaschine für das Auffinden wichtiger Adressen in der Umgebung. Er bietet eine vielfältige Übersicht über die Organisationen, Verbände, Einrichtungen, Unternehmen und Initiativen, die sich mit der Arbeit für und mit Senioren befassen, könnten dort über Neuigkeiten informieren, die nicht nur aus dem Sektor der Pflege stammen.

Seit 2010 beschäftigt sich die Stadt mit dem Thema, auf Anregung der SPD und infolge eines Antrags der "Freien Wähler". Als eines der erste Ergebnisse aus der Debatte dazu wurde bereits der Initiativkreis für Mobilitätsbeschränkte gegründet, der sich seit März 2011 regelmäßig trifft. Hier sollen auch die Belange der Senioren aufgegriffen und diskutiert werden. Ein Seniorenbeirat oder ein hauptamtlicher Seniorenbeauftragter sind laut Rathaus nicht geplant.

"Das brauchen wir nicht unbedingt, weil sich Mitarbeiter in meinem Amt bereits damit beschäftigen", sagt Elmar Günther, Leiter des Amtes für Bildung, Jugend und Soziales. Um die Situation von Rentnern in Radebeul zu verbessern, sind zudem Koordinierungstreffen mit Trägern sozialer Einrichtungen geplant, wie es sie laut Günther in der Form schon vor zehn Jahren gegeben habe. "Wir wollen das wieder aufleben lassen, um zur Verbesserung der Seniorensituation in Radebeul beizutragen."

Das wollte die SPD-Fraktion ebenfalls erreichen, setzte sich dafür ein, neben dem Wegweiser einen Seniorenbeirat zu gründen und einen Seniorenbeauftragten zu ernennen. Letzteres fand aber nicht ausreichend Zustimmung. "Von unseren Forderungen ist zwar nicht viel übrig geblieben, aber immerhin ist so intensiv darüber diskutiert worden", sagte SPD-Fraktionschef Thomas Gey zu dem "abgespeckten" Beschluss im Stadtrat.

Die Linke hält den Wegweiser für eine "gute Sache". Und Ähnliches hört man von der Fraktion "Bürgerforum/Grüne": "Das ist ein wichtiger Schritt für ein besseres Miteinander in Radebeul und das kann eine Schnittstelle sein, um ins Gespräch zu kommen und gezielter auf Probleme aufmerksam zu machen", sagt Stadträtin Gabriele Schirmer (Grüne).

Die CDU-Fraktion wies darauf hin, dass Themen wie die Barrierefreiheit bei Bauvorhaben bereits in dem Initiativkreis besprochen und dann auch berücksichtigt werden. Wenig Originelles konnten zudem die "Freien Wähler" in dem Seniorenkonzept der SPD finden. Gegenüber 2010 sind neue Inhalte nicht zu erkennen, hieß es.

Die FDP-Fraktion sieht den Online-Wegweiser ebenso kritisch: "Wer soll diesen ständig aktualisieren?", fragte die FDP-Stadträtin Barbara Sehnert. "Besser wäre es, im Amtsblatt eine Seniorenseite einzurichten, die immer aktuell wäre und alle Senioren erreicht."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.12.2012

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